Fertighaushersteller rechnen 2023 mit weniger Umsatz
06.10.2023 - 06:04:14Die deutsche Fertigbauindustrie rechnet nach dem Rekordjahr 2022 im laufenden Jahr mit sinkenden UmsĂ€tzen. Erwartet wird ein RĂŒckgang um mehr als drei Prozent auf 3,6 Milliarden Euro (2022: 3,7 Milliarden Euro), wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) in Bad Honnef mitteilte. Der Verband berief sich auf eine aktuelle Umfrage unter seinen 50 Mitgliedsunternehmen.
Die Holz-Fertighaushersteller gaben demnach an, dass die Zahl der NeuauftrÀge in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 45 Prozent gesunken sei. Mit ihrem Auftragsbestand seien die Unternehmen noch bis Mitte 2024 ausgelastet.
Die aktuelle GeschĂ€ftslage bezeichneten rund 73 Prozent der Firmen als «befriedigend» oder «gut». Etwa 27 Prozent der Unternehmen ordneten sie als «schlecht» ein. In den nĂ€chsten sechs Monaten erwarte die HĂ€lfte der Unternehmen eine schlechtere GeschĂ€ftslage, 47 Prozent eine gleichbleibende und 3 Prozent eine bessere GeschĂ€ftslage, so der Verband. Ende 2022 beschĂ€ftigte die Holz-Fertigbaubranche gut 15.000 Menschen. Bis Jahresende rechnet der BDF mit einem RĂŒckgang auf knapp 14.000.
Immer mehr Hersteller setzen den Angaben zufolge neben Planung und Errichtung von Ein- und ZweifamilienhĂ€usern auf neue GeschĂ€ftsfelder. So entfielen 2022 bereits knapp zehn Prozent des Umsatzes etwa auf den Geschosswohnungsbau, die Quartiersentwicklung oder das Bauen im Bestand mit Aufstockungen, Sanierungen und Nachverdichtungen. «Wir erwarten hier einen steigenden Umsatz und eine wachsende Bedeutung unserer Branche. Der Holz-Fertigbau ist prĂ€destiniert fĂŒr serielles Bauen und Sanieren», erklĂ€rte BDF-PrĂ€sident Mathias SchĂ€fer.


