Studie: Autokrise belastet regionale ImmobilienmÀrkte
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 07:23 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de"Die aktuell schwĂ€cheren wirtschaftlichen Perspektiven dĂŒrften die Nachfrage und damit auch die Kaufpreisentwicklung gebremst haben", sagt Jörg Utecht, Chef von Interhyp. An wichtigen Automobilstandorten wie Wolfsburg, Ingolstadt, Schweinfurt oder Stuttgart können sich Interessenten so EinfamilienhĂ€user inzwischen wieder leichter leisten.
Bundesweit zeigt sich laut der Studie bei der Erschwinglichkeit von HĂ€usern ein vergleichsweise ĂŒberraschend stabiles Bild. Der Erschwinglichkeitsindex fĂŒr EinfamilienhĂ€user liegt trotz gestiegener Preise und Zinsen mit 103 Punkten nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Höhere Bauzinsen und gestiegene Kaufpreise wĂŒrden derzeit noch weitgehend durch steigende Löhne ausgeglichen, heiĂt es in dem Gutachten. Dennoch hat sich die Erschwinglichkeit in 251 der 400 untersuchten Landkreise und kreisfreien StĂ€dte binnen eines Jahres verschlechtert.
Grundlage des Index ist das VerhĂ€ltnis der monatlichen Kreditrate zum Nettoeinkommen eines Modellhaushalts. Ein Wert von 100 markiert die Schwelle, bei der der Erwerb eines Eigenheims als erschwinglich gilt. Werte darĂŒber stehen fĂŒr eine geringere finanzielle Belastung, Werte darunter fĂŒr eine höhere.
Besonders angespannt ist die Lage laut der Studie in den sieben gröĂten deutschen StĂ€dten Hamburg, Berlin, Köln, DĂŒsseldorf, Frankfurt/Main, Stuttgart und MĂŒnchen. Dort erreicht der Index lediglich 80 Punkte, im Umland 89 Punkte. Abseits der BallungsrĂ€ume ist Wohneigentum dagegen deutlich erschwinglicher. In GroĂstĂ€dten ab 100.000 Einwohnern liegt der Index bei 105 Punkten, im Umland bei 111 und in den ĂŒbrigen Landkreisen bei 118 Punkten. Nach Angaben von Interhyp lebt damit rund 45 Prozent der betrachteten Modellhaushalte in Regionen, in denen der Kauf eines Einfamilienhauses als erschwinglich gilt.
