Verkehrsbranche: Finanzierung des Bundes reicht nicht aus
04.11.2024 - 06:31:27Zwar sollen die Mittel des Bundes zur Finanzierung des ĂPNV in den LĂ€ndern bis 2031 jedes Jahr um drei Prozent wachsen. "Doch die tatsĂ€chlichen Kostensteigerungen liegen deutlich darĂŒber", teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit.
Aus Sicht der Branche mĂŒssten die Regionalisierungsmittel jedes Jahr um rund drei Milliarden Euro zunehmen, um allein das bestehende Angebot zu sichern. Derzeit laufen erneut Haushaltsverhandlungen des Bundes, auch ĂŒber diese Frage.
FĂŒr den Regionalverkehr auf der Schiene sind die LĂ€nder verantwortlich. Finanziert wird er aus den Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf sowie vom Bund ĂŒber die sogenannten Regionalisierungsmittel. Allein im vergangenen Jahr beliefen sich diese Bundesmittel inklusive Sonderzahlungen auf rund 12,4 Milliarden Euro.
Weil das die steigenden Kosten nicht decke, planen dem VDV zufolge einige BundeslĂ€nder mit Reduzierungen beim Angebot oder hĂ€tten diese schon beschlossen. In Schleswig-Holstein etwa fallen zum Fahrplanwechsel im Dezember auf zahlreichen Regionalzuglinien VerstĂ€rkerzĂŒge und Verbindungen in Randzeiten sowie am Wochenende weg. Auch in anderen LĂ€ndern werden Angebotsreduzierungen auf der Schiene laut dem VDV konkreter.

