USA, ErstantrÀge

USA: ErstantrÀge auf Arbeitslosenhilfe sinken unerwartet stark

22.11.2023 - 14:54:18

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich zuletzt trotz gestiegener Zinsen ĂŒberraschend deutlich verbessert.

Die Zahl der ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche um 24 000 auf 209 000 zurĂŒck, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Der RĂŒckgang ist stĂ€rker als erwartet ausgefallen. Analysten hatten im Schnitt mit 227 000 AntrĂ€gen gerechnet.

Wegen des "Thanksgiving"-Feiertags am Donnerstag wurde die Veröffentlichung der Daten um einen Tag vorverlegt. Wie aus den Daten weiter hervorgeht, wurde die Zahl der ErstantrÀge in der Woche zuvor leicht um 2000 auf 233 000 nach oben revidiert.

Die ErstantrĂ€ge auf Arbeitshilfe bleiben auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Nach EinschĂ€tzung von Experten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba) deutet die jĂŒngste Entwicklung der HilfsantrĂ€ge weiter auf einen Stellenaufbau in der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt hin. Die US-Notenbank Fed sei daher "gut beraten, nicht voreilig in den Zinssenkungsmodus ĂŒberzugehen".

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt spielt eine wichtige Rolle fĂŒr die Geldpolitik der US-Notenbank. Eine niedrige Arbeitslosigkeit spricht fĂŒr steigende Löhne, was die Inflation zusĂ€tzlich antreiben kann.

Zuletzt hatte die Fed ihre Leitzinsen im Juli angehoben und sie seitdem in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent gehalten. An den FinanzmÀrkten werden derzeit keine weiteren Erhöhungen erwartet. Vielmehr wird damit gerechnet, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten weiter abschwÀcht und die Notenbank die Zinsen im nÀchsten Jahr wieder senken könnte.

@ dpa.de