Linke: Deckel auf SozialbeitrÀge statt Steuerentlastung
16.12.2024 - 11:44:41Davon hĂ€tten Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen mehr Entlastung als von den RegierungsplĂ€nen, sagte der parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Linken, Christian Görke.
Konkret schlug er vor, dass der Bund die erwartete Steigerung der BeitrĂ€ge zur Kranken- und Pflegeversicherung ĂŒbernimmt und auf die SteuerplĂ€ne verzichtet. Die Kosten wĂ€ren laut Görke fĂŒr den Bund in etwa gleich: rund acht Milliarden Euro.
SPD, GrĂŒne und FDP wollen zusammen noch vor der Neuwahl im Bundestag eine Entlastung bei der sogenannten Kalten Progression sowie eine Erhöhung des Kindergelds um 5 Euro beschlieĂen. Zugleich soll zu Jahresbeginn der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung im Schnitt um 0,8 Prozentpunkte steigen sowie der Pflegebeitrag um 0,2 Prozentpunkte. Laut Medienberichten vom Wochenende kostet diese Erhöhung viele Menschen mehr, als ihnen die Steuerentlastung bringt.
Görke legte Modellrechnungen vor, wonach zum Beispiel ein Single mit 55.000 Euro Jahreseinkommen durch die RegierungsplĂ€ne eine jĂ€hrliche Entlastung von 148 Euro hĂ€tte. Dagegen wĂ€ren es 205 Euro, wenn die Person die erwartete Beitragserhöhung der SozialbeitrĂ€ge nicht selbst tragen mĂŒsste. Erst ab deutlich ĂŒber 70.000 Euro im Jahr wĂ€re das VerhĂ€ltnis demnach andersherum.

