LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen auch 2023 unverĂ€ndert
18.01.2024 - 09:02:47Pro Stunde haben die Frauen in Deutschland mit durchschnittlich 20,84 Euro rund 18 Prozent weniger verdient als die MĂ€nner, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Dieses "unbereinigte Gender Pay Gap" hatte auch im Jahr zuvor 18 Prozent betragen. Ăber die Jahre hat sich der geschlechterspezifische Verdienstunterschied etwas verringert, im Jahr 2006 betrug er noch 23 Prozent.
Knapp zwei Drittel der LohnlĂŒcke erklĂ€rt das Statistikamt mit höheren Teilzeitquoten und geringeren GehĂ€ltern in frauentypischen Berufen. Es bleibt eine bereinigte LĂŒcke (bereinigter Gender-Pay-Gap) von rund 6 Prozent des Brutto-Stundenlohns ohne eindeutige ErklĂ€rung.
Auch bei vergleichbarer TÀtigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen also Frauen 6 Prozent weniger als MÀnner. Die Behörde vermutet, dass hier Erwerbsunterbrechungen etwa bei Schwangerschaften, zur Kindererziehung oder zur Pflege von Angehörigen eine Rolle spielen, die aber nicht nÀher erfasst seien.
Die Statistik stellte aber klar fest, dass die Bruttostundenverdienste ab dem 30. Lebensjahr stĂ€rker auseinanderdriften. In diesem Alter bekommen viele Frauen Kinder und unterbrechen ihr Erwerbsleben. WĂ€hrend die Stundenlöhne im weiteren Arbeitsleben bei den Frauen nahezu stagnierten, stiegen sie bei den MĂ€nnern noch regelmĂ€Ăig an. Die unbereinigte LohnlĂŒcke betrug bei 30-JĂ€hrigen rund 8 Prozent und bei BeschĂ€ftigten zwischen 57 und 61 Jahren 27 Prozent.

