MaterialengpĂ€sse in der Industrie gehen weiter zurĂŒck
06.06.2023 - 07:46:27 | dts-nachrichtenagentur.deIn einer Erhebung des MĂŒnchener Ifo-Instituts berichteten im Mai 35,3 Prozent der befragten Firmen von EngpĂ€ssen, nach 39,2 Prozent im April. "Der RĂŒckgang ist eine kleine StĂŒtze fĂŒr die gegenwĂ€rtige schwierige konjunkturelle Lage in der deutschen Industrie", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
Bestehende AuftrĂ€ge könnten schneller abgearbeitet werden und somit die Produktion stĂŒtzen. Die Reichweite des Auftragsbestands der vom Ifo befragten Firmen betrĂ€gt derzeit 4,3 Monate Produktion, deutlich mehr als der langjĂ€hrige Schnitt von 2,9 Monaten. "RĂŒcklĂ€ufige AuftragseingĂ€nge schlagen daher noch nicht voll durch", so Wohlrabe. GegenwĂ€rtig gibt es eine Zweiteilung in der Industrie. Viele Unternehmen aus der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und dem Automobilbau haben noch gröĂere Probleme. Dort liegt der Anteil derer, die EngpĂ€sse melden, jeweils immer noch jenseits der 50 Prozent. Insbesondere fehlen Chips und Halbleiterprodukte. In der Mehrheit der Branchen aber liegt der Anteil der Unternehmen mit Problemen bei Vorprodukten inzwischen wieder unter 20 Prozent. Darunter befinden sich die Chemische Industrie (16,9 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (15,6) oder die Möbelhersteller (8,8). Nahezu sorgenfrei sind die Unternehmen aus dem Papiergewerbe, wo nur 2,5 Prozent von Schwierigkeiten berichteten.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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