Keine weiteren SeuchenfÀlle - London verhÀngt Importverbot
14.01.2025 - 16:31:27Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bei WasserbĂŒffeln im brandenburgischen Hönow gibt es im unmittelbaren Umkreis von einem Kilometer keine weiteren FĂ€lle. SĂ€mtliche Proben seien negativ, wie das Brandenburger Landwirtschaftsministerium mitteilte. Die Proben werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg und zum Teil auch zusĂ€tzlich im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald untersucht.
Tests gehen weiter
Die 12 Proben der WasserbĂŒffel aus der betroffenen Haltung seien alle positiv gewesen, sagte FLI-Sprecherin Elke Reinking. Am FLI seien auĂerdem Proben eines Kontaktbetriebs im Landkreis Oder-Spree, der Heu vom betroffenen BĂŒffel-Betrieb in Hönow bezogen hatte, und Schweine, Ziegen und Rinder hĂ€lt, sowie Proben von Schweinen im Bereich der Schutzzone entnommen worden, die zum Teil auch den Landkreis Barnim betreffe. Alle seien negativ.Â
Nach Angaben des FLI wird weiter getestet. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg untersuche derzeit weitere Proben von Tieren aus der zehn Kilometer groĂen Ăberwachungszone.Â
Gewissheit hoffentlich in den kommenden Tagen
Die Aufhebung der Schutzzone (Umkreis von 3 Kilometer) könne frĂŒhestens 15 Tage nach Abschluss der vorlĂ€ufigen Reinigung und Desinfektion in den Ausbruchsbetrieben erfolgen, aber nur wenn alle in der Schutzzone gehaltenen empfĂ€nglichen Tiere mit negativem Befund klinisch untersucht worden sein. Die Schutzzone wird dann fĂŒr mindestens 15 weitere Tage zur Ăberwachungszone.
Die Ăberwachungszone (Umkreis von 10 Kilometern) könne frĂŒhstens 30 Tage nach Abschluss der vorlĂ€ufigen Reinigung und Desinfektion erfolgen, erklĂ€rte Reinking. Aber nur wenn eine reprĂ€sentative Anzahl von Betrieben in der Ăberwachungszone, in denen empfĂ€ngliche Tiere gehalten werden, von amtlichen TierĂ€rzten besucht wurden, so die FLI-Sprecherin.
London verhÀngt Importverbot
GroĂbritannien hat wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche ein Importverbot fĂŒr gefĂ€hrdete Huftiere aus Deutschland verhĂ€ngt. Es wĂŒrden alle MaĂnahmen ergriffen, «um das Risiko des Auftretens und der Verbreitung dieser verheerenden Krankheit zu begrenzen», sagte VeterinĂ€ramtschefin Christine Middlemiss. Der Importstopp gilt fĂŒr WiederkĂ€uer und Schweine, einschlieĂlich Wild und auch fĂŒr frisches Fleisch von Huftieren.
Vor GroĂbritannien hatten bereits SĂŒdkorea und Mexiko Einfuhrstopps verhĂ€ngt. Der Verband der Fleischindustrie teilte auf Anfrage mit, dass in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres knapp zwei Millionen Tonnen Schweine- und Rindfleisch in die EU und in DrittlĂ€nder exportiert wurde. Der Umsatz allein in den DrittlĂ€ndern belĂ€uft sich demnach im Jahr auf rund eine Milliarde Euro.
FĂŒr Menschen nicht gefĂ€hrlich
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren wie Rindern, Schafen, Ziegen oder Schweinen. Betroffene Tiere zeigen hĂ€ufig hohes Fieber und BlĂ€schenbildung im Maul- und Klauenbereich. FĂŒr Menschen ist sie nicht gefĂ€hrlich.Â
Ein Ausbruch kann aber verheerende Folgen fĂŒr Tiere und Viehhalter haben. Nach einem Ausbruch in England im Jahr 2001 wurden vier Millionen Tiere getötet, hauptsĂ€chlich Schafe. Der finanzielle Schaden betrug rund 12 Milliarden US-Dollar, wie das Bayerische Landesamt fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit informierte. Die letzten Infektionen in Deutschland traten 1988 in Niedersachsen auf.





