Mehrzahl, BeschÀftigten

Mehrzahl der BeschÀftigten lehnt lÀngere Arbeitszeiten ab

01.09.2025 - 04:30:40

Die Menschen mĂŒssen mehr und lĂ€nger arbeiten - das wird angesichts des FachkrĂ€ftemangels immer wieder gefordert. Doch viele BeschĂ€ftigte sehen das anders.

Eine Mehrheit der BeschĂ€ftigten möchte nicht mehr arbeiten - und hĂ€lt es volkswirtschaftlich auch nicht fĂŒr notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt eine reprĂ€sentative Befragung von 2.000 Angestellten in Deutschland im Auftrag des Karrierenetzwerks Xing. Stattdessen gaben etwa zwei Drittel an, dass sie lieber weniger arbeiten wollten. 

Angesichts fehlender FachkrĂ€fte und des demografischen Wandels fordern Fachleute und Politiker immer wieder, dass die Menschen in Deutschland mehr und lĂ€nger arbeiten sollten. DafĂŒr hatte sich unter anderem zuletzt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ausgesprochen. 

Mehrarbeit ist vielen zu stressig 

Doch laut der Online-Umfrage halten 64 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 65 Jahren Mehrarbeit nicht fĂŒr notwendig, um den Wohlstand zu erhalten - und damit etwas mehr als noch vor einem Jahr, als 58 Prozent der Befragten diese Meinung vertraten. 60 Prozent sprachen sich ebenfalls dagegen aus, selbst mehr zu arbeiten, bei den 55- bis 65-JĂ€hrigen waren es sogar rund zwei Drittel. 

Als GrĂŒnde fĂŒr die Ablehnung nannten die Befragten vor allem Stress, zu wenig Zeit fĂŒr sich selbst und die Hobbys sowie zu wenig Zeit fĂŒr Care-Arbeit, Familie, Freunde und Verwandte. 67 Prozent erklĂ€rten demzufolge, ihre Arbeitszeit gerne reduzieren zu wollen, ĂŒberdurchschnittlich oft taten dies die 25- bis 34-JĂ€hrigen (74 Prozent). 

Das könnte BeschÀftigte motivieren 

Doch was könnte Menschen bewegen, freiwillig mehr zu arbeiten? In der Umfrage gaben die BeschĂ€ftigten an, die nicht weniger arbeiten wollten, dass sie dies aus finanziellen GrĂŒnden und aus Spaß an ihrem Job tun wĂŒrden. Ähnlich Ă€ußerten sich die Befragten zu Anreizen fĂŒr freiwillige Mehrarbeit: Die stĂ€rkste Motivation sind demnach Bonuszahlungen und PrĂ€mien, gefolgt von einem deutlich höheren Gehalt, zusĂ€tzlichen Urlaubstagen und steuerlichen Anreizen.

@ dpa.de