LĂ€nderchefs erwarten Einigung zu Finanzpaket des Bundes
12.03.2025 - 15:45:21"Wir alle 16 LĂ€nder wĂŒnschen uns, dass die GesprĂ€che ĂŒber eine GrundgesetzĂ€nderung zu einem vernĂŒnftigen Ende kommen", sagte Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) nach der MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Berlin.
Die Finanzierung von Verteidigung und Infrastruktur dĂŒrfe dabei nicht getrennt werden. "Die Situation der Sicherheitspolitik in Deutschland, Europa und der Welt verlangt von unserem Land, dass wir uns verteidigungsfĂ€hig aufstellen. DafĂŒr mĂŒssen wir investieren", sagte Kretschmer.
"Es ist unser gemeinsames VerstĂ€ndnis, dass wir nicht Geld nur fĂŒr Panzer, Raketen und die Ukraine ausgeben können, sondern dass wir auch die Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland mit KindergĂ€rten, Schulen, mit StraĂen und KrankenhĂ€usern im Blick haben mĂŒssen, und wir dafĂŒr sorgen mĂŒssen, dass LĂ€nder und Kommunen handlungsfĂ€hig sind."
"Deutschland muss handlungsfÀhig sein, in all diesen drei Kategorien. Die Dinge gehören zusammen, es ist ein gemeinsames Paket", betonte Kretschmer.
Weil dringt auf gemeinsamen Weg
Auch Niedersachsens MinisterprĂ€sident Stephan Weil sprach in der Frage von einer gemeinsamen Haltung aller 16 LĂ€nder. Die Erwartung laute: "Bitte sorgt dafĂŒr, dass wir sehr schnell einen gemeinsamen Weg zwischen den Parteien, die jetzt miteinander reden, sehen werden", sagte der SPD-Politiker.
Die Finanzpakete mĂŒssten zusammen behandelt werden, um eine Diskussion mit dem Tenor zu vermeiden, dass Geld fĂŒr RĂŒstung da sei, aber nicht fĂŒr andere Anliegen. Das sei auch deshalb zwingend, weil die Demokratie gestĂ€rkt werden mĂŒsse. "DafĂŒr wird sich unser Staat in den nĂ€chsten Jahren als sehr handlungskrĂ€ftig erweisen mĂŒssen und sich dann auch an den Ergebnissen messen lassen können", sagte Weil.

