Nato will Atomwaffen-Stationierung nicht auf weitere LĂ€nder ausweiten
23.04.2024 - 18:15:29Es gebe keine PlÀne, das bisherige Arrangement der nuklearen Teilhabe auszuweiten, sagte Stoltenberg am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak vor in Polen stationierten britischen Soldaten.
Am Montag hatte Polens PrĂ€sident Andrzej Duda erneut bekrĂ€ftigt, sein Land sei offen fĂŒr die Stationierung von US-Atomwaffen. "Wenn es eine solche Entscheidung unserer VerbĂŒndeten geben sollte, Atomwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe auch auf unserem Territorium zu stationieren, um die Sicherheit der Ostflanke der Nato zu stĂ€rken, sind wir dazu bereit", sagte der PrĂ€sident im Interview mit der Boulevardzeitung "Fakt". Sowohl Duda als auch sein Sicherheitsberater hatten solche Ăberlegungen bereits in der Vergangenheit geĂ€uĂert. In Polen ist der PrĂ€sident Oberbefehlshaber der Armee.
Das EU- und Nato-Land Polen ist einer der engsten militĂ€rischen VerbĂŒndeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es grenzt auch an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands VerbĂŒndeten Belarus.
Die USA haben seit vielen Jahrzehnten Atomwaffen in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern stationiert. Zu den Standorten gibt es keine offiziellen Angaben - neben Deutschland sollen die Atomwaffen auch in den Niederlanden, Belgien, Italien und in der TĂŒrkei lagern. Die US-Regierung hat bislang nicht erkennen lassen, dass sie eine Stationierung in Osteuropa in ErwĂ€gung zieht - was Moskau wohl als direkte Provokation verstehen wĂŒrde.

