Woidke, Ost-Regierungschefs

Woidke: Ost-Regierungschefs fĂŒr zĂŒgigeren Bahn-Ausbau

08.11.2024 - 06:16:56

Die Ost-Regierungschefs dringen nach Angaben von Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) auf einen zĂŒgigen Ausbau von Bahnstrecken Richtung Osten.

"Wir ostdeutschen MinisterprĂ€sidenten setzen uns dafĂŒr ein, dass unsere Grenzlage zu Osteuropa bei der Planung zum Ausbau der Bahnverbindungen berĂŒcksichtigt wird", sagte Woidke vor der Ost-MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Berlin. "Denn die ostdeutschen LĂ€nder haben eine wichtige Transitfunktion nach Mittel- und Osteuropa, die weit ĂŒber Ostdeutschland hinaus von nationalem und strategischem Interesse ist."

DafĂŒr mĂŒssten jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden, forderte der Brandenburger Regierungschef. Er nannte den Ausbau der Ostbahn in Brandenburg, der dringend notwendig sei, als Beispiel. Die Strecke Berlin - KĂŒstrin und weiter Richtung Polen ist bisher nicht elektrifiziert und auf deutscher Seite zum Teil nur eingleisig. Berlin und Brandenburg machen Druck auf den Bund, den Ausbau zu beschleunigen.

Landarztquote fĂŒr bessere Medizinversorgung

Der SPD-Politiker hĂ€lt auch eine stabilere Gesundheitsversorgung auf dem Land fĂŒr notwendig. "Um die medizinische Versorgung auch in der FlĂ€che der LĂ€nder zu verbessern, wollen wir die Landarztquote erhöhen", sagte Woidke. "Das ist möglich, wenn andere Auswahlkriterien fĂŒr das medizinische Studium geringer gewichtet werden."

FachkrÀftemangel könnte Wachstum gefÀhrden

Die Regierungschefs der ostdeutschen LĂ€nder und von Berlin beraten außerdem ĂŒber das Defizit an FachkrĂ€ften. "Der FachkrĂ€ftemangel droht gerade in Ostdeutschland Teile der wirtschaftlichen Erfolge der letzten Jahre zu gefĂ€hrden beziehungsweise einen weiteren Anstieg zu verlangsamen", sagt Woidke. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wird bei dem Treffen erwartet.

Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) hatte bereits angekĂŒndigt, dass die ostdeutschen LĂ€nder fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte attraktiver werden wollen. Die BundeslĂ€nder in Ostdeutschland leiden besonders stark unter dem Geburtenknick.

@ dpa.de