IWH, EinschÀtzung

IWH: Ostdeutsche Wirtschaft wÀchst leicht

26.09.2024 - 13:00:44

Die ostdeutsche Wirtschaft dĂŒrfte nach EinschĂ€tzung des IWH in diesem Jahr leicht zulegen und damit besser abschneiden als Deutschland insgesamt.

Das Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet 2024 mit einem Wachstum von 0,2 Prozent im Osten. Bundesweit wird dagegen ein RĂŒckgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent erwartet.

Zwar befinde sich die deutsche Wirtschaft allgemein in einer ausgeprĂ€gten SchwĂ€chephase, stellten fĂŒhrende Wirtschaftsforschungsunternehmen in ihrer Gemeinschaftsprognose fest. Der Abschwung sei im Osten allerdings geringer, weil das exportorientierte verarbeitende Gewerbe im Osten eine geringere Bedeutung habe als im Westen.

IWH: Verschobene Intel-Fabrik mit nur wenig Auswirkungen auf Konjunktur

Einen großen Einfluss habe die dienstleistungsorientierte Wirtschaft in Berlin fĂŒr die Entwicklung im Osten. In den vergangenen Jahren habe Ostdeutschland auch von einigen Großprojekten wie der Inbetriebnahme des Tesla US88160R1014-Werks in GrĂŒnheide profitiert, teilte das IWH mit. Es sei aber fraglich, ob sich dieser Trend in den nĂ€chsten Jahren fortsetze.

Intel US4581401001 hat den Baubeginn fĂŒr seine Chipfabrik in Magdeburg zunĂ€chst fĂŒr zwei Jahre gestoppt. Dadurch wĂŒrden die Aussichten fĂŒr die nĂ€chsten zwei Jahre allerdings nur wenig eingetrĂŒbt, so das IWH. Die Produktion sollte ohnehin erst frĂŒhestens ab 2027 aufgenommen werden.

"Was die ostdeutsche Wirtschaft immer mehr bremst, ist der negative demografische Trend", sagt Oliver Holtemöller, VizeprĂ€sident am IWH. FĂŒr die kommenden beiden Jahren rechnet das IWH nur mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 und 1,2 Prozent, was leicht unter der Entwicklung Deutschlands liege.

@ dpa.de