DIW: Ostdeutsche LĂ€nder schlieĂen zu Ă€rmeren westdeutschen auf
01.10.2025 - 01:00:00"Auch der Unterschied zu Niedersachsen nimmt immer weiter ab." Brandenburg hingegen gewinne durch seine NĂ€he zu Berlin nicht nur Einwohner, sondern auch Steuerbasis. "Auch Sachsens Finanzkraft wĂ€chst deutlich." Gleichzeitig wachse aber die Kluft zu den wirtschafts- und finanzstarken BundeslĂ€ndern wie Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Hamburg. Diese Entwicklung könnte sich verstetigen, warnt van Deuverden in ihrer Studie, in der sie verschiedene Szenarien der Steuerentwicklung weitergerechnet hat. "Vieles deutet darauf hin, dass die HeterogenitĂ€t der LĂ€nder weiter zunimmt und das Volumen der Finanztransfers zwischen ihnen steigen wird." Zunehmend werde das Ost-West-GefĂ€lle von einem Stadt-Land-GefĂ€lle abgelöst. Deutlich kleiner geworden ist die LĂŒcke dagegen bei der ProduktivitĂ€t, wie eine weitere DIW-Studie zeigt, ĂŒber die die Funke-Zeitungen berichten. Demnach lag 1991 die ArbeitsproduktivitĂ€t der ostdeutschen LĂ€nder nur bei rund der HĂ€lfte des gesamtdeutschen Niveaus, heute erreicht sie rund 90 Prozent. Besonders bei personenbezogenen Dienstleistungen, etwa in der Bildung, Gesundheit oder der öffentlichen Verwaltung, konnte Ostdeutschland demnach aufholen, dort sei die ProduktivitĂ€t heute höher als in Westdeutschland.


