Gesellschaft

DIW: Ostdeutsche LĂ€nder schließen zu Ă€rmeren westdeutschen auf

01.10.2025 - 01:00:00

Die ostdeutschen BundeslÀnder holen in der Finanz- und Wirtschaftskraft auf, dennoch wÀchst die Kluft zwischen den armen und den reichen BundeslÀndern.

Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), ĂŒber die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten. "Auch 35 Jahre nach der Deutschen Einheit bleiben die Wirtschafts- und Finanzkraft in den ostdeutschen LĂ€ndern unterdurchschnittlich", heißt es in der Studie der Ökonomin Kristina van Deuverden. Allerdings hĂ€tten die ostdeutschen BundeslĂ€nder zu den Ă€rmeren westdeutschen BundeslĂ€ndern aufgeschlossen. "Das Saarland steht bereits heute schlechter da als Brandenburg", schreibt van Deuverden.

"Auch der Unterschied zu Niedersachsen nimmt immer weiter ab." Brandenburg hingegen gewinne durch seine NĂ€he zu Berlin nicht nur Einwohner, sondern auch Steuerbasis. "Auch Sachsens Finanzkraft wĂ€chst deutlich." Gleichzeitig wachse aber die Kluft zu den wirtschafts- und finanzstarken BundeslĂ€ndern wie Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Hamburg. Diese Entwicklung könnte sich verstetigen, warnt van Deuverden in ihrer Studie, in der sie verschiedene Szenarien der Steuerentwicklung weitergerechnet hat. "Vieles deutet darauf hin, dass die HeterogenitĂ€t der LĂ€nder weiter zunimmt und das Volumen der Finanztransfers zwischen ihnen steigen wird." Zunehmend werde das Ost-West-GefĂ€lle von einem Stadt-Land-GefĂ€lle abgelöst. Deutlich kleiner geworden ist die LĂŒcke dagegen bei der ProduktivitĂ€t, wie eine weitere DIW-Studie zeigt, ĂŒber die die Funke-Zeitungen berichten. Demnach lag 1991 die ArbeitsproduktivitĂ€t der ostdeutschen LĂ€nder nur bei rund der HĂ€lfte des gesamtdeutschen Niveaus, heute erreicht sie rund 90 Prozent. Besonders bei personenbezogenen Dienstleistungen, etwa in der Bildung, Gesundheit oder der öffentlichen Verwaltung, konnte Ostdeutschland demnach aufholen, dort sei die ProduktivitĂ€t heute höher als in Westdeutschland.

@ dts-nachrichtenagentur.de