Wizz, Air

Wizz Air will Flugangebot nach Deutschland ausbauen

16.08.2025 - 08:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die osteuropĂ€ische Billigfluglinie Wizz Air, eine der grĂ¶ĂŸten Fluggesellschaften Europas, will ihr Angebot nach Deutschland stark ausbauen.

Wizz Air (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir bauen dieses Jahr unser Angebot um 30 Prozent aus, auf 8,5 Millionen Sitze im Jahr", sagte der Vorstandsvorsitzende Jozsef Varadi der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). "Deutschland ist zu einem Wachstumsmarkt fĂŒr uns geworden. Es ist einer unserer wichtigsten MĂ€rkte." Damit hebt sich Wizz Air ab von anderen auslĂ€ndischen Fluggesellschaften, die ihr Angebot nach Deutschland reduziert hatten.

Die vier grĂ¶ĂŸten deutschen Ziele von Wizz Air seien Dortmund mit 2,7 Millionen, Memmingen mit 1,5 Millionen, Hamburg mit mehr als 850.000 und Berlin mit fast 800.000, sagte Varadi. Er ergĂ€nzte, dass er die großen Drehkreuze Frankfurt und MĂŒnchen weiter meiden und kleinere FlughĂ€fen anfliegen wolle. "Deutsche FlughĂ€fen sind teuer, vor allem die großen sind ĂŒberteuert. Deswegen fliegen wir dort nicht hin. Zumal die AblĂ€ufe dort auch ineffizient sind. Es dauert zu lange, bis unsere Flugzeuge abgefertigt und wieder in der Luft sind, das ist schlecht fĂŒr einen Billiganbieter wie uns. Und es gibt wenige freie Start- und Landerechte, die Lufthansa-Gruppe dominiert den Markt." Die kleineren FlughĂ€fen lĂ€gen bei den Kosten zumindest im europĂ€ischen Durchschnitt. Wizz Air will weiter stark wachsen. "Wir werden sicher in einigen Jahren die Nummer zwei in Europa sein. Wir wollen grĂ¶ĂŸer als Easyjet werden." Wizz Air wachse mit zweistelligen ProzentsĂ€tzen im Jahr, Easyjet deutlich weniger. "Das liegt an unserem Schwerpunkt auf der Wachstumsregion Osteuropa, aber auch daran, dass unsere Kosten 30 Prozent niedriger liegen. Wir haben viel neuere, spritsparende Flugzeuge, die im Schnitt nur viereinhalb Jahre alt sind. Und sie sind grĂ¶ĂŸer", sagte Varadi der FAS. Er erwartet steigende Ticketpreise in Europa von drei bis fĂŒnf Prozent im Jahr.

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