CDU, CSU

Heizungsgesetz: Unionsfraktion sieht 90 offene Fragen

03.08.2023 - 08:46:55

Die Partei pocht auf Antworten der Bundesregierung zum Heizungsgesetz: Die PlĂ€ne seien nicht ausgereift und brauchen laut dem CDU-Bundestagsabgeordneten Heilmann «eine grundsĂ€tzliche Überarbeitung».

Neue Runde um das Heizungsgesetz: Die Unionsfraktion sieht noch 90 offene Fragen und will diese nun von der Bundesregierung beantwortet wissen.

In einer Anfrage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, geht es zum Beispiel um Fragen zur staatlichen Förderung, um Mieterschutz, um verfĂŒgbare Handwerker, um das weitere parlamentarische Verfahren und darum, ob die Bundesregierung noch Änderungsbedarf am vorliegenden Gesetzentwurf sieht. Daneben gibt es zahlreiche Detailfragen.

CDU: GebÀudeenergiegesetz nicht ausgereift

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann sagte der dpa, das GebĂ€udeenergiegesetz sei nicht ausgereift und brĂ€uchte dringend mindestens Klarstellungen. «Eine grundsĂ€tzliche Überarbeitung der HeizungsplĂ€ne wĂ€re richtig. Leider mauert die Ampel. Besonders schlimm fĂŒr den notwendigen Umbau der Heizungen in Deutschland ist das Förder-Desaster der Bundesregierung. Es sieht nach weiteren KĂŒrzungen aus, aber die Regierung bleibt weiterhin undeutlich.»

Das GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) - das sogenannte Heizungsgesetz - sollte eigentlich Anfang Juli und damit vor Beginn der Sommerpause beschlossen werden. Zuvor hatte es in der Ampel-Koalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP lange Konflikte gegeben. Die Koalition verstĂ€ndigte sich dann auf grundlegende Änderungen. Das Gesetz zielt darauf ab, durch einen schrittweisen Austausch von Öl- und Gasheizungen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu machen.

Gesetz soll nach Sommerpause entschieden werden

Das Bundesverfassungsgericht aber stoppte eine Verabschiedung vor der Sommerpause. Das Gericht hatte Zweifel daran angemeldet, dass die Rechte der Abgeordneten ausreichend gewahrt blieben. Heilmann hatte wegen des engen Zeitplans im Gesetzgebungsverfahren einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung gestellt.

Die Ampel-Koalition will das Gesetz nun nach der Sommerpause Anfang September im Bundestag entschieden. Die Union fragt nun zum Zeitplan, welche Form und welchen Umfang der parlamentarischen Beratung die Bundesregierung fĂŒr mindestens erforderlich halte. Die Spitzen der Regierungsfraktionen hatten erklĂ€rt, es solle keine inhaltlichen Änderungen am Gesetzentwurf mehr geben.

Einen umfassenden Fragenkatalog zum GEG hatte im Mai die FDP gestellt, und zwar ans Wirtschaftsministerium. Dabei ging es um 77 Fragen.

@ dpa.de