CDU-GeneralsekretĂ€r: Steuern mĂŒssen fĂŒr alle runter
10.07.2024 - 15:56:06"Leistung muss sich doch fĂŒr alle lohnen, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unseren Staat am Laufen halten", sagte CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Vernunft. Anstatt nur fĂŒr einzelne Gruppen mĂŒssen die Steuern fĂŒr alle runter."
Um Deutschland attraktiver fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte zu machen, sollen nach den Ampel-PlĂ€nen kĂŒnftig neu zugewanderte FachkrĂ€fte in den ersten drei Jahren 30, 20 und 10 Prozent vom Bruttolohn steuerfrei stellen können. Die Bundesregierung verweist darauf, dass Ă€hnliche Modelle auch von vielen anderen europĂ€ischen Staaten praktiziert werden, um dringend benötigte FachkrĂ€fte aus dem Ausland anzulocken.
Linnemann: Bei bĂŒrokratischen Verfahren ansetzen
Linnemann betonte, um fĂŒr qualifizierte FachkrĂ€fte attraktiver zu werden, dĂŒrfe man nicht die Steuergerechtigkeit beschneiden, sondern mĂŒsse vor allem bei den viel zu langen und bĂŒrokratischen Verfahren ansetzen. "Allein die Visaerteilung dauert oft viele Monate, was eher abschreckt als motiviert. Da wundert es nicht, wenn FachkrĂ€fte lieber woanders zugreifen."
Deutschland brauche endlich eine digitale Agentur fĂŒr Einwanderung, also eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte, bei der alle Verfahren gebĂŒndelt werden, sagte der CDU-GeneralsekretĂ€r. Das beginne bei der Arbeitsplatzvermittlung und reiche bis zur Erteilung eines Aufenthaltstitels.
Kritik kommt auch aus der SPD-Bundestagsfraktion
Gegenwind kommt auch aus der Kanzlerpartei. Die SPD-Bundestagsfraktion will fĂŒr die geplanten Steuererleichterungen nicht einfach grĂŒnes Licht geben. "Eine steuerliche BegĂŒnstigung, wie von der FDP vorangetrieben, fĂŒhrt dazu, dass gleiche Arbeit ungleich behandelt wird. Dieses Instrument sehen wir skeptisch", sagte die ParlamentsgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Katja Mast der "Rheinischen Post". Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich zuletzt kritisch zu dem Vorhaben geĂ€uĂert.

