GrĂŒne LĂ€nderminister: Finanzpaket 'nicht zustimmungsfĂ€hig'
09.03.2025 - 18:08:02Drei LĂ€nderminister fĂŒr Finanzen und Wirtschaft aus Baden-WĂŒrttemberg, Nordrhein-Westfalen und Bremen halten die geplante GrundgesetzĂ€nderung bezĂŒglich der Finanzpolitik "ohne wesentliche Ănderungen (...) fĂŒr nicht zustimmungsfĂ€hig". Das geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme von Mona Neubaur (NRW-Wirtschaftsministerin), Danyal Bayaz (Finanzminister Baden-WĂŒrttemberg) und Björn Fecker (BĂŒrgermeister und Senator fĂŒr Finanzen der Hansestadt Bremen) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Es brauche Korrekturen und schnelle Verhandlungen, die Bedenken und Anliegen der LĂ€nder berĂŒcksichtigten, heiĂt es in dem Papier weiter. Gefordert wird unter anderem die Verdoppelung des Anteils, den die LĂ€nder fĂŒr Investitionen in Infrastruktur bekommen sollen, auf 200 Milliarden Euro.
Hintergrund sind PlĂ€ne von Union und SPD fĂŒr eine Aufweichung der Schuldenbremse fĂŒr höhere Verteidigungsausgaben und fĂŒr ein sogenanntes Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro fĂŒr die Infrastruktur. Beide Seiten hatten dies in ihren laufenden SondierungsgesprĂ€chen zur Bildung einer möglichen gemeinsamen Bundesregierung vereinbart. Die PlĂ€ne erfordern eine GrundgesetzĂ€nderung, fĂŒr die in Bundestag und Bundesrat Zwei-Drittel-Mehrheiten nötig sind. Beides geht nicht ohne Zutun der GrĂŒnen.

