Fuest: Politik könnte Klima einfacher und billiger schĂŒtzen
26.06.2024 - 14:03:31 | dpa.deKlimaschutz wĂ€re einfacher, schneller und billiger zu schaffen mit einem flĂ€chendeckenden CO2-Preis, sagte Fuest am Mittwoch auf einem Forum der "SĂŒddeutschen Zeitung" in MĂŒnchen. Es seien keine detaillierten CO2-Vorschriften fĂŒr Heizungsbesitzer, Unternehmen oder fĂŒr Autofahrer nötig: "Das wird dann einfach beim Tanken bezahlt. Ende der Durchsage."
Heute ermittelten Betriebe mit enormem Aufwand ihren CO2-FuĂabdruck. "Ich halte das fĂŒr komplett ĂŒberflĂŒssig", sagte Fuest. Mit der Ausgabe einer begrenzten, stetig sinkenden Menge von CO2-AusstoĂ-Berechtigungen "wĂŒrde Klimaschutz weniger kosten" und viel Zeit und BĂŒrokratie ersparen.
Deutsche-Bank-Manager Jörg Eigendorf sagte: "Wenn die deutsche Wirtschaft verlĂ€sslich wĂŒsste, in zehn Jahren ist der CO2-Preis dreimal so hoch, wĂŒrde das zu ganz anderen Investitionsentscheidungen fĂŒhren." Die Kosten des Klimawandels fielen als Hitzewelle oder Unwetter irgendwo an. Der Markt bepreise die KlimaschĂ€den nicht. Das mĂŒsse der Staat machen und ĂŒber den Emmissionshandel CO2 verknappen. Creditreform-Manager Benjamin Mohr sagte, die Betriebe erwarteten "klare Rahmenbedingungen von der Politik".
Fuest sagte, die Bundesregierung verschweige den WĂ€hlern die Kosten der Energiewende und verspreche statt Blut, SchweiĂ und TrĂ€nen ein grĂŒnes Wirtschaftswunder. Aber "wir bewegen uns da in einer Welt der Illusionen." Die Regierung solle die BĂŒrger endlich "wie erwachsende Menschen behandeln und nicht wie Kinder". WindrĂ€der produzierten den Strom, der bisher von Kohlekraftwerken erzeugt wurden, kosteten aber erst einmal Geld. "Wir mĂŒssen also Verzicht leisten, mindestens in der Ăbergangszeit."
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