EZB-PrÀsidentin, Lagarde

EZB-PrÀsidentin Lagarde fordert ein Ende von Handelsstreitigkeiten

11.06.2025 - 08:51:39 | dpa.de

Die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich gegen Zwangsmaßnahmen zur Beseitigung von Handelsdefiziten ausgesprochen.

Eine durch Zwang durchgesetzte Handelspolitik könne keine nachhaltige Lösung fĂŒr aktuelle Spannungen sein, sagte Lagarde am Mittwoch in einer Rede in Peking bei einem Besuch der chinesischen Notenbank. Die frĂŒhere französische Handelsministerin sprach, nachdem sich die USA und China auf einen vorlĂ€ufigen Plan zur Beendigung ihres Handelsstreits geeinigt hatten.

Protektionismus untergrabe die Grundlagen des globalen Wohlstands, warnte Lagarde. Mittlerweile seien die LĂ€nder durch globale Lieferketten zwar eng miteinander vernetzt, aber dennoch geopolitisch nicht mehr so eng verbunden wie frĂŒher. Handelspolitische Zwangsmaßnahmen können daher mit grĂ¶ĂŸerer Wahrscheinlichkeit zu gefĂ€hrlichen Vergeltungsmaßnahmen fĂŒhren.

"Wenn wir unseren Wohlstand ernsthaft bewahren wollen, mĂŒssen wir kooperative Lösungen anstreben - auch angesichts geopolitischer Differenzen", forderte die EZB-PrĂ€sidentin. In ihrer Rede hat Lagarde US-PrĂ€sident Donald Trump nicht namentlich erwĂ€hnt. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder das hohe Defizit der USA im Handel mit LĂ€ndern der EU oder mit China beklagt und verfolgt seit dem Amtsantritt im Januar eine aggressive Zollpolitik.

Zuletzt ist die US-Regierung bei der Zollpolitik allerdings zurĂŒckgerudert und strebt derzeit Handelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern wie der EU oder China an. Zuletzt haben sich die USA und China bei ihren HandelsgesprĂ€chen auf ein Zwischenergebnis geeinigt. Sobald US-PrĂ€sident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zugestimmt haben, soll die Vereinbarung umgesetzt werden. NĂ€here Details zu den Inhalten waren zunĂ€chst nicht bekannt.

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