USA: Privatwirtschaft schafft deutlich weniger Stellen als gedacht - ADP
30.04.2025 - 14:35:09Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der BeschÀftigten nur um 62.000, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 115.000 erwartet. Im MÀrz hatte der Stellenaufbau bei revidiert 147.000 (zuvor 155.000) gelegen.
Im Bildungs- und Gesundheitswesen, im Informationssektor sowie bei den freiberuflichen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen wurden laut ADP ArbeitsplĂ€tze abgebaut, wĂ€hrend in anderen Sektoren moderate Einstellungen verzeichnet wurden. Chefökonomin Nela Richardson sprach von einem Unbehagen der Arbeitgeber in der aktuellen Situation. Sie versuchten, die Unsicherheiten bezĂŒglich der Politik und bei den Verbrauchern mit einer Reihe ĂŒberwiegend positiver Wirtschaftsdaten in Einklang zu bringen. "In einem solchen Umfeld kann es schwierig sein, Einstellungsentscheidungen zu treffen", resĂŒmierte die Expertin.
Der Arbeitsmarkt spielt auch eine wichtige Rolle fĂŒr die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Die Fed hatte zuletzt die Zinsen nicht angetastet, die TĂŒr fĂŒr Zinssenkungen aber offen gehalten. Die Zoll- und Wirtschaftspolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump hat zuletzt aber fĂŒr groĂe Verunsicherung gesorgt. Am Freitag wird der monatliche, offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung veröffentlicht.

