Schwache, Baukonjunktur

Schwache Baukonjunktur belastet auch Wohnungsbau aus Fertigteilen

17.06.2024 - 08:21:26

Die schwache Baukonjunktur wirkt sich auch auf den Wohnungsbau aus Fertigteilen aus - allerdings weniger stark als auf konventionellen Neubau.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, wurden im Jahr 2023 rund 19.900 WohngebĂ€ude im Fertigteilbau errichtet - 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. ZurĂŒckzufĂŒhren ist dies vor allem auf den Neubau von Einfamilien-FertighĂ€usern (-4,1 Prozent gegenĂŒber 2022); bei in Fertigteilbauweise hergestellten WohngebĂ€uden mit mindestens drei Wohnungen gab es hingegen ein Plus von 12,0 Prozent. Der Neubau von WohngebĂ€uden in konventioneller Bauweise ging 2023 gegenĂŒber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 76.900 zurĂŒck.

Insgesamt war im Jahr 2023 fast jedes vierte (20,6 Prozent) fertiggestellte WohngebĂ€ude ein vorgefertigtes Haus aus der Fabrik (2022: 19,7 Prozent). HĂ€user aus Fertigteilen werden angesichts gestiegener Baukosten und Wohnungsmangel als möglicherweise gĂŒnstigere und zeitsparende Alternative diskutiert. Ein RĂŒckgang der Bauvorhaben zeigte sich deutlich bei klassischen Einfamilien-FertighĂ€usern, die mit 84,6 Prozent den grĂ¶ĂŸten Anteil an den WohngebĂ€uden im Fertigteilbausegment haben: Im Jahr 2023 wurden mit 16.900 Einfamilien-FertighĂ€user 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr fertiggestellt. Das war der niedrigste Wert seit dem Jahr 2018 mit 16.500 Fertigstellungen. In konventioneller Bauweise wurden im Jahr 2023 rund 53.000 EinfamilienhĂ€user gebaut -10,8 Prozent weniger als 2022 (59.500). Ein Bauzuwachs war dagegen bei Zwei- und MehrfamilienhĂ€usern im Fertigteilbau zu verzeichnen: Im Jahr 2023 wurden rund 2.300 Zweifamilien-FertighĂ€user (+6,0 Prozent gegenĂŒber 2022) und 790 GebĂ€ude mit mindestens drei Wohnungen fertiggestellt (+12,0 Prozent gegenĂŒber 2022). In konventioneller Bauweise verlief die Entwicklung beim Neubau von Zwei- und MehrfamilienhĂ€usern uneinheitlich: Im Jahr 2023 wurden rund 9.600 ZweifamilienhĂ€user fertiggestellt - ein Plus von 3,3 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Dagegen sank die Zahl der fertiggestellten GebĂ€ude mit mindestens drei Wohnungen im Jahr 2023 gegenĂŒber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 14.200 Fertigstellungen. Bauherren im Wohnungsbau aus Fertigteilen waren im Jahr 2023 mehrheitlich private Haushalte, so das Bundesamt. Sie machten einen Anteil von 90,3 Prozent aus. Danach folgten mit 8,9 Prozent Unternehmen und mit 0,8 Prozent öffentliche TrĂ€ger. Im Jahr 2023 stiegen die Baupreise fĂŒr Einfamilien-FertighĂ€user um 8,1 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2022. Zum Vergleich: Der Baupreisindex fĂŒr WohngebĂ€ude in konventioneller Bauart lag im Jahr 2023 bei +8,5 Prozent gegenĂŒber 2022. Im Zehnjahresvergleich verteuerte sich der Bau von Einfamilien-FertighĂ€usern um 72,7 Prozent.

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