Schwache Baukonjunktur wirkt sich auch auf Fertighausbau aus
28.07.2025 - 08:12:28Insgesamt war im Jahr 2024 mehr als jedes fĂŒnfte (22,2 Prozent) fertiggestellte WohngebĂ€ude ein vorgefertigtes Haus aus der Fabrik. Das Bauen aus Fertigteilen wird angesichts erhöhter Baukosten möglicherweise als gĂŒnstigere und zeitsparende Alternative diskutiert. Ein RĂŒckgang der Bauvorhaben zeigte sich deutlich bei klassischen Einfamilien-FertighĂ€usern, die mit 85,1 Prozent den gröĂten Anteil an den WohngebĂ€uden im Fertigteilbausegment haben: Im Jahr 2024 wurden mit 14.300 Einfamilien-FertighĂ€usern 14,9 Prozent weniger als im Vorjahr fertiggestellt. Weniger Einfamilien-FertighĂ€user als 2024 wurden zuletzt vor zehn Jahren errichtet (2014: 14.100 Fertigstellungen). In konventioneller Bauweise wurden im Jahr 2024 rund 40.100 EinfamilienhĂ€user gebaut. Das war der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung und 24,3 Prozent weniger als 2023 (53.000). Auch beim Neubau von Zwei- und MehrfamilienhĂ€usern wirkte sich die schwache Baukonjunktur aus: Im Jahr 2024 wurden rund 1.700 Zweifamilien-FertighĂ€user (-24,2 Prozent gegenĂŒber 2023) und 720 WohngebĂ€ude mit mindestens drei Wohnungen im Fertigteilbau errichtet (-4,9 Prozent gegenĂŒber 2023). Noch stĂ€rker waren die RĂŒckgĂ€nge beim Neubau von Zwei- und MehrfamilienhĂ€usern in konventioneller Bauweise: Im Jahr 2024 wurden rund 7.100 ZweifamilienhĂ€user fertiggestellt - ein Minus von 26,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Die Zahl der konventionell fertiggestellten GebĂ€ude mit mindestens drei Wohnungen sank im Jahr 2024 gegenĂŒber dem Vorjahr um 15,4 Prozent auf rund 11.900 Fertigstellungen. Mehr Bauvorhaben gab es bei der Fertigstellung von Wohnheimen im Fertigteilbau: Im Jahr 2024 wurden 60 Wohnheime in solcher Bauweise errichtet - ein Plus von 53,8 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. In konventioneller Bauweise waren es 2024 rund 100 Wohnheime (-11,6 Prozent gegenĂŒber 2023). Bauherren im Wohnungsbau aus Fertigteilen waren im Jahr 2024 mehrheitlich private Haushalte. Sie machten einen Anteil von 90,9 Prozent aus. Danach folgten mit 7,9 Prozent Unternehmen und mit 1,1 Prozent öffentliche TrĂ€ger (einschlieĂlich Organisationen ohne Erwerbszweck). Im Jahr 2024 stiegen die Baupreise fĂŒr Einfamilien-FertighĂ€user um 0,5 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2023. Zum Vergleich: Der Baupreisindex fĂŒr WohngebĂ€ude in konventioneller Bauart lag im Jahr 2024 bei +2,9 Prozent gegenĂŒber 2023. Im Zehnjahresvergleich verteuerte sich der Bau von Einfamilien-FertighĂ€usern um 62,2 Prozent, der Bau konventioneller WohngebĂ€ude kostete 67,5 Prozent mehr.


