Unions-Innenpolitiker hĂ€lt Grenzkontrollen langfristig fĂŒr sinnvoll
28.11.2023 - 06:21:51"Es zeigt sich, dass diese effizienter und erfolgreicher sind, als wir uns das selbst erhofft hatten", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, der Deutschen Presse-Agentur.
Der CDU-Politiker hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) schon vor Monaten aufgefordert, stationĂ€re Kontrollen an weiteren Grenzabschnitten anzuordnen. WĂ€ren die Kontrollen direkt an der Grenze frĂŒher gestartet, hĂ€tte dies Schaden von Deutschland abwenden können, sagte Throm.
Faeser hatte die Bundespolizei am 16. Oktober angewiesen, an der Grenze zu Polen, Tschechien und der Schweiz stationĂ€re Kontrollen durchzufĂŒhren, so wie es sie seit 2015 bereits an der Landgrenze zu Ăsterreich gibt. Die Ministerin hatte feste Grenzkontrollen an diesen Abschnitten bei der EU-Kommission zunĂ€chst fĂŒr zehn Tage angemeldet und dann zweimal um jeweils 20 Tage verlĂ€ngert. BegrĂŒndet hat sie diesen Schritt mit der BekĂ€mpfung von irregulĂ€rer Zuwanderung und SchleuserkriminalitĂ€t.
Die Bundespolizei stellte im ersten Monat seit Beginn der Kontrollen an den deutschen Grenzen laut vorlĂ€ufigen Zahlen insgesamt mehr als 11 000 unerlaubte Einreisen fest und nahm 266 Schleuser fest. AuĂerdem konnte sie nach eigenen Angaben 3528 zur Fahndung ausgeschriebene Menschen feststellen und 670 offene Haftbefehle vollstrecken.
Die Kontrollen brĂ€chten "mehr Licht ins Dunkel" und sorgten fĂŒr eine Begrenzung beziehungsweise Verlangsamung der irregulĂ€ren Migration nach Deutschland, sagte Throm. Auf die Frage, ob die Meinungsverschiedenheiten zur Asylpolitik, die es zu Zeiten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilweise gegeben hatte, heute nicht mehr existierten, antwortete er: "Ich stelle eine groĂe Einigkeit bei uns in der Fraktion fest." Das habe auch damit zu tun, dass Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) im FrĂŒhjahr eine breite Diskussion angestoĂen habe, an deren Ende dann ein migrationspolitisches Positionspapier unter der Ăberschrift "HumanitĂ€t und Ordnung" beschlossen worden sei. "Auf dieser Basis arbeitet unsere Fraktion gut zusammen", betonte Throm.

