Signa-Tochter SportScheck stellt Insolvenzantrag
30.11.2023 - 14:14:19 | dpa.deDer zur Signa-Holding gehörende SportartikelhĂ€ndler SportScheck stellt Insolvenzantrag. Das Unternehmen mit bundesweit 34 Filialen und rund 350 Millionen Euro Jahresumsatz teilte mit, nach dem Insolvenzantrag der Signa-Holding sei SportScheck zahlungsunfĂ€hig. Die GeschĂ€ftsleitung werde im Laufe des Tages beim Amtsgericht MĂŒnchen ein Insolvenzverfahren beantragen.
Die im Herbst angekĂŒndigte Ăbernahme von SportScheck durch den britischen ModehĂ€ndler Frasers Group werde jetzt zwar «erst einmal nicht vollzogen werden; Frasers hĂ€lt jedoch weiter an seinen ĂbernahmeplĂ€nen fest», teilte das Unternehmen mit. Weitere potenzielle Investoren hĂ€tten Interesse an der Ăbernahme von SportScheck bekundet, der Prozess sei nun wieder offen. «Dies stimmt SportScheck zuversichtlich, einen neuen starken Partner zu finden, der dem Unternehmen langfristig StabilitĂ€t zusichert.»
Die Gewerkschaft Verdi sprach sich dafĂŒr aus, den Verkauf an Frasers zĂŒgig ĂŒber die BĂŒhne zu bringen. Die zustĂ€ndige Bundesfachgruppenleiterin Corinna GroĂ sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: «Die Kolleginnen und Kollegen brauchen endlich wieder gute Zukunftsaussichten und eine verlĂ€ssliche Perspektive, die dieser Verkauf bietet. Sie dĂŒrfen nicht schon wieder die Zeche zahlen mĂŒssen, wenn jemand sich verspekuliert hat.»
Alle Filialen, der Kundenservice und der Online-Shop arbeiteten ganz normal weiter. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Matthias Rucker sagte, die Insolvenz sei bitter, aber auch eine Chance, das Unternehmen mit seinen Vertragspartnern und GlĂ€ubigern nachhaltig zu stĂ€rken. Der Sanierungs- und Investorenprozess solle spĂ€testens im MĂ€rz abgeschlossen werden.
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