ROUNDUP, Schwesig

Schwesig pocht auf stÀrkere Belastung von Topverdienern

31.03.2025 - 09:28:38

Die SPD hÀlt an ihrem Vorschlag fest, Spitzenverdiener stÀrker heranzuziehen, um die breite Mitte entlasten und geplante Milliardeninvestitionen stemmen zu können.

Union und SPD seien sich einig, dass kleine und mittlere Einkommensbezieher entlastet und die Wirtschaft unterstĂŒtzt werden sollte, sagte Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) im ZDF-"Morgenmagazin". Im laufenden Haushalt sei fĂŒr Steuerentlastungen aber kein Geld da. Deswegen stelle die SPD die Frage, warum die Reichsten nicht einen höheren Beitrag leisten könnten. Schwesig betonte, es gehe um die Reichsten im Land und nicht jene, die zum Beispiel 83.000 Euro im Jahr verdienten.

"Was nicht geht ist, dass wir im Koalitionsvertrag Versprechungen machen, die wir dann finanziell nicht halten können. Das war schon Problem der Ampel", stellte Schwesig klar. Der Haushalt werde zugleich intensiv auf Sparmöglichkeiten geprĂŒft.

Knackpunkte vor Koalitionsbildung ausrÀumen

Am Nachmittag wollte die 19-köpfige Hauptverhandlungsrunde von Union und SPD ihre Beratungen fortsetzen. Als grĂ¶ĂŸte Knackpunkte gelten die Bundesfinanzen, die Steuer- und Wirtschaftspolitik sowie Wege zur EindĂ€mmung der irregulĂ€ren Migration.

Zum Zeitplan mahnte Schwesig GrĂŒndlichkeit vor Schnelligkeit an. Sie gehe davon aus, dass die Hauptverhandler diese Woche noch brauchen. "Das muss ordentlich beraten werden". Man sollte nicht in eine Koalition gehen und Knackpunkte unaufgelöst lassen. Sonst sei Streit vorprogrammiert. "Das darf auf gar keinen Fall kommen", warnte die SPD-Politikerin.

Kein "Freibier fĂŒr alle"

Der CDU-Politiker Philipp Amthor sagte im "FrĂŒhstart" von RTL/ntv ebenfalls: "Wir lassen uns jedenfalls nicht treiben. Wichtig ist, dass wir eine Regierung haben, die dann auch die ganze Wahlperiode hĂ€lt, die ein gemeinsames VerstĂ€ndnis hat, die jetzt nicht versteckte Dissense miteinander vereinbart, sondern ein gemeinsames GrundverstĂ€ndnis." Er fĂŒgte hinzu: "Und da kommt es jetzt auf einen Tag mehr oder weniger nicht an." Er sei optimistisch, dass Union und SPD zu einer guten Einigung kommen.

Zugleich machte Amthor deutlich, es dĂŒrfe keine Steuererhöhungen geben. "Das haben wir vor der Wahl so deutlich gemacht, dass es das mit der Union nicht geben wird. Und das gilt auch nach der Wahl." Der Staat mĂŒsse sparen. "Wir sind jetzt nicht irgendwie unterwegs mit "Freibier fĂŒr alle", sondern es mĂŒssen PrioritĂ€ten gesetzt werden."

@ dpa.de