ROUNDUP, BĂŒrgerschaftswahl

BĂŒrgerschaftswahl ausgezĂ€hlt: SPD gewinnt - CDU legt zu

03.03.2025 - 18:54:21

Die SPD kann in Hamburg weiterregieren: Die Sozialdemokraten haben die BĂŒrgerschaftswahl nach der vollstĂ€ndigen AuszĂ€hlung aller Wahlkreise gewonnen.

Die Partei von BĂŒrgermeister Peter Tschentscher kam laut vorlĂ€ufigem Ergebnis auf 33,5 Prozent der Stimmen (2020: 39,2 Prozent).

Die CDU legte nach einem historisch schlechten Ergebnis bei der letzten Wahl deutlich zu und verdrĂ€ngte die GrĂŒnen vom zweiten Platz. Die Christdemokraten mit Spitzenkandidat Dennis Thering holten 19,8 Prozent der Stimmen (2020: 11,2), die GrĂŒnen kamen mit ihrer Spitzenkandidatin Katharina Fegebank auf 18,5 Prozent (2020: 24,2).

Die Linke konnte sich verbessern und erreichte 11,2 Prozent der Stimmen (2020: 9,1), die AfD steigerte sich auf 7,5 Prozent (2020: 5,3). Die FDP scheiterte mit 2,3 Prozent (2020: 4,97) wie schon bei der Wahl 2020 an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde - diesmal noch deutlicher. Auch das BSW verpasste mit 1,8 Prozent den Einzug in die BĂŒrgerschaft. Die Europapartei Volt kam auf 3,2 Prozent.

Komplexes Wahlsystem in der Hansestadt

Bei der Hamburg-Wahl durfte jede WĂ€hlerin und jeder WĂ€hler bis zu zehn Stimmen abgeben - je fĂŒnf auf dem Landeslisten-Wahlzettel und dem Wahlkreislisten-Wahlzettel. Dieses System machte die AuszĂ€hlung schwieriger. Am Wahlabend war zunĂ€chst die voraussichtliche FraktionsstĂ€rke in der BĂŒrgerschaft ermittelt worden. Dazu wurden nur die Landeslisten-Stimmzettel und somit die Zweitstimmen nach einem vereinfachten Verfahren ausgezĂ€hlt.

Nun wurden die Landeslisten erneut ausgezĂ€hlt. Über die Wahlkreislisten, also die Erststimmen, wurde zudem ermittelt, welche Politikerinnen und Politiker in die BĂŒrgerschaft einziehen. EndgĂŒltig soll das Wahlergebnis nach PrĂŒfung durch den Landeswahlausschuss am 19. MĂ€rz feststehen.

Trotz Stimmenverlusten könnten SPD und GrĂŒne ihr seit 2015 laufendes RegierungsbĂŒndnis damit fortsetzen. Aber auch die CDU erhebt Anspruch auf eine Regierungsbeteiligung. Tschentscher hatte angekĂŒndigt, dass er mit beiden Parteien GesprĂ€che fĂŒhren wolle - zuerst aber mit den GrĂŒnen.

Rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger waren zur Wahl der neuen BĂŒrgerschaft aufgerufen. Die Wahlbeteiligung stieg etwas und lag bei 67,7 Prozent (2020: 63,0).

@ dpa.de