AbschlusserklÀrung, G7-Gipfel

Keine umfassende AbschlusserklÀrung bei G7-Gipfel geplant

12.06.2025 - 17:01:46

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe fĂŒhrender demokratischer WirtschaftsmĂ€chte wollen bei ihrem ersten Gipfeltreffen mit US-PrĂ€sident Donald Trump auf eine umfassende gemeinsame AbschlusserklĂ€rung verzichten.

Die kanadischen Gastgeber gingen davon aus, dass es bei dem Treffen in den Rocky Mountains von Sonntag bis Dienstag stattdessen nur "ausgewĂ€hlte ErklĂ€rungen zu spezifischen Themen" geben werde, hieß es aus deutschen Regierungskreisen in Berlin.

Keine ErklÀrungen zur Ukraine und zu Gaza

Konkret genannt wurden Migration, KĂŒnstliche Intelligenz, Quantentechnologie, WaldbrĂ€nde und seltene Rohstoffe. Zu den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen soll es dagegen ebenso wenig ein gemeinsames Dokument geben wie zum Klimawandel oder der Entwicklungshilfe.

Der G7 gehören neben Kanada die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan an. Sie versteht sich seit dem Ausschluss Russlands wegen der Annexion Krim 2014 als Wertegemeinschaft der großen westlichen Demokratien. Seit dem Amtsantritt Trumps gibt es aber massive Differenzen zwischen den USA und den anderen sechs Mitgliedern unter anderem bei Themen wie dem Ukraine-Krieg, der BekĂ€mpfung des Klimawandels und dem Welthandel.

2018 zog Trump nachtrĂ€glich seine Zustimmung zurĂŒck

Beim diesjĂ€hrigen G7-Gipfel wird es nun erstmals seit 2018 keine von allen Mitgliedern getragene umfassende AbschlusserklĂ€rung geben. Auch damals war Trump US-PrĂ€sident und der Gastgeber Kanada. Die Gipfelteilnehmer einigten sich zwar auf ein Dokument, Trump zog aber auf der RĂŒckreise ĂŒber Twitter (heute X) seine Zustimmung zurĂŒck.

Ein Jahr spĂ€ter in Frankreich gab es dann zwar wieder eine AbschlusserklĂ€rung, die aber nur eine Seite lang war. Unter Trumps Nachfolger Joe Biden kehrte die G7 dann wieder zu den auch vorher schon ĂŒblichen umfassenden und ausfĂŒhrlichen GipfelerklĂ€rungen zurĂŒck.

@ dpa.de