GeschĂ€ftsklima im Einzelhandel trĂŒbt sich ein
Veröffentlicht am: 10.03.2026 um 07:35 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Unternehmen beurteilten besonders ihre aktuelle Lage zurĂŒckhaltender als im Vormonat, auch die GeschĂ€ftserwartungen blieben eingetrĂŒbt. "Die EinzelhĂ€ndler sind verhalten in das neue Jahr gestartet", sagte Ifo-Experte Patrick Höppner. "Wenn die aktuellen geopolitischen Risiken lĂ€nger andauern und besonders Energie teurer wird, kann das die Verbraucherstimmung dĂ€mpfen. Damit wĂ€ren auch die EinzelhĂ€ndler zusĂ€tzlich belastet."
Im Februar hat sich die Stimmung in vielen Branchen des Einzelhandels weiter abgekĂŒhlt, unter anderem bei MöbelhĂ€usern und im Bekleidungshandel. Im Lebensmitteleinzelhandel und bei AutohĂ€usern gab es dagegen eine leichte Verbesserung. Die Unternehmen gaben ihre EinschĂ€tzungen vor der aktuellen Zuspitzung des Konflikts im Iran Ende Februar ab.
"Insgesamt bleibt die Stimmung im Handel vielfach eingetrĂŒbt, sowohl bei GroĂ- als auch bei EinzelhĂ€ndlern", so Höppner. "Das zeigt sich auch bei einem Vergleich des GeschĂ€ftsklimas mit anderen Wirtschaftsbereichen: Die HĂ€ndler schĂ€tzen ihre aktuelle GeschĂ€ftslage ungĂŒnstiger ein als Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungs- oder Baubereich. Auch bei den GeschĂ€ftserwartungen sind die HĂ€ndler besonders pessimistisch."
Etwas mehr EinzelhĂ€ndler planten per saldo im Februar in den kommenden Monaten ihre Preise zu erhöhen. MöbelhĂ€user und LebensmitteleinzelhĂ€ndler rechnen etwas hĂ€ufiger mit steigenden Preisen als die EinzelhĂ€ndler insgesamt. AuĂerdem bauen die EinzelhĂ€ndler eher BeschĂ€ftigung ab als auf. Auch aus diesem Grund hatte sich der FachkrĂ€ftemangel fĂŒr die EinzelhĂ€ndler zuletzt etwas entspannt.
