Industriestimmung trĂŒbt sich etwas weiter ein
02.01.2025 - 11:16:41 | dpa.deDer Einkaufsmanagerindex von S&P Global (PMI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 45,1 ZÀhler, wie S&P am Donnerstag in London nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. Damit wurde eine erste EinschÀtzung, die noch eine Stagnation bei 45,2 Punkten ergeben hatte, leicht nach unten revidiert.
Der Indikator bewegt sich somit weiter klar unter der Expansionsschelle von 50 Punkten, was auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen AktivitĂ€ten hindeutet. "Auch im Dezember kann von der Industrie keine frohe Botschaft verkĂŒndet werden", schrieb Cyrus de la Rubia, Chefökonom vom S&P-Partner Hamburg Commercial Bank.
Es geht de la Rubia zufolge genauso weiter wie bisher, nĂ€mlich abwĂ€rts. Die AuftragseingĂ€nge seien sogar stĂ€rker zurĂŒckgegangen als in den beiden Vormonaten, was Hoffnung auf eine baldige Belebung zunichtemache. Diese EinschĂ€tzung wird laut dem Experten durch den beschleunigten RĂŒckgang der AuftragsbestĂ€nde gestĂŒtzt.
Mit Blick auf einzelne LÀnder signalisieren die Unterindikatoren des Einkaufsmanagerindex weiter ein Schrumpfen der wirtschaftlichen AktivitÀten, insbesondere in Frankreich und Deutschland. In Italien legte der Index stÀrker als erwartet zu, blieb jedoch unter der Expansionsschwelle.
Unter den groĂen Volkswirtschaften der Eurozone sticht Spanien weiter positiv heraus, auch wenn der Indikator im Dezember nicht so deutlich gestiegen war wie von Experten erwartet. Spanien habe den Vorteil, im Vergleich zu Deutschland, Frankreich und Italien weniger exponiert gegenĂŒber China zu sein, fuhr de la Rubia fort. Auch die relativ niedrigen Energiekosten haben dem Fachmann zufolge Spanien geholfen, besser durch die Krise zu kommen. Das Land werde aber ganz sicher nicht die Wirtschaft der Eurozone insgesamt wieder in Schwung bringen können, dafĂŒr sei es mit einem Anteil von rund zwölf Prozent am Bruttoinlandsprodukt der WĂ€hrungsunion zu klein.
Die Daten im Ăberblick:
Region/Index Dezember Prognose VorlÀufig Vormonat EURORAUM Industrie 45,1 45,2 45,2 45,2 DEUTSCHLAND Industrie 42,5 42,5 42,5 43,0 FRANKREICH Industrie 41,9 41,9 41,9 43,1 ITALIEN Industrie 46,2 45,0 --- 44,5 SPANIEN Industrie 53,3 53,5 --- 53,1
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