Unternehmensstimmung im Euroraum steigt auf Neun-Monats-Hoch
21.03.2024 - 10:57:54Im MÀrz stieg der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex um 0,7 Punkte auf 49,9 ZÀhler, wie S&P am Donnerstag in London mitteilte. Es ist der höchste Stand seit einem dreiviertel Jahr. Analysten hatten im Schnitt mit 49,7 Punkten gerechnet. Die wichtige Kennzahl notiert damit nur noch knapp unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Die GeschĂ€ftstĂ€tigkeit habe sich nahezu stabilisiert, kommentierte S&P das Umfrageresultat. "Im Servicesektor gewann der Aufschwung weiter an Dynamik, wĂ€hrend die Industrieproduktion weniger stark schrumpfte." Die AuftrĂ€ge seien weniger stark zurĂŒckgegangen, wĂ€hrend die GeschĂ€ftsaussichten auf ein 13-Monats-Hoch kletterten. In der Industrie hĂ€tten sich die Lieferzeiten verkĂŒrzt, im Dienstleistungssektor seien die Preise wegen der hohen Lohnkosten allerdings deutlich gestiegen.
GestĂŒtzt wurde die Gesamtentwicklung vor allem durch den Servicesektor, wo sich die Stimmung deutlicher aufhellte als erwartet. Die Kennzahl liegt weiter ĂŒber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In der Industrie bleibt das Bild dagegen trĂŒbe, der entsprechende Indikator signalisiert weiterhin eine rĂŒcklĂ€ufige AktivitĂ€t.
"Wer auf eine Erholung des verarbeitenden Gewerbes im ersten Quartal gehofft hat, kann spĂ€testens jetzt die Flinte ins Korn werfen", erklĂ€rte Cyrus de la Rubia, Chefökonom der Hamburg Commercial Bank. Die aktuelle Entwicklung bestĂ€tigte die SchwĂ€che des Sektors, der vom Schwergewicht Deutschland dominiert werde. "Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer: Die Unternehmen sind weiterhin optimistisch, was die kĂŒnftige Produktion betrifft."
Die Entwicklung im Ăberblick:
Region/Index MĂ€rz Prognose Vormonat EURORAUM Gesamt 49,9 49,7 49,2 Industrie 45,7 47,0 46,5 Dienste 51,1 50,5 50,2 DEUTSCHLAND Industrie 41,6 43,0 42,5 Dienste 49,8 48,8 48,3 FRANKREICH Industrie 45,8 47,5 47,1 Dienste 47,8 48,8 48,4
(Angaben in Punkten)
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