ROUNDUP, Ifo-GeschÀftsklima

Ifo-GeschÀftsklima hellt sich auf - Pessimismus bleibt

27.01.2025 - 11:13:33

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zu Beginn des Jahres dank einer besseren Bewertung der aktuellen Lage etwas verbessert.

Das Ifo-GeschĂ€ftsklima stieg im Januar um 0,4 Punkte auf 85,1 ZĂ€hler, wie das Ifo-Institut am Montag in MĂŒnchen mitteilte. Dies ist der erste Anstieg nach zwei RĂŒckschlĂ€gen in Folge. Volkswirte hatten mit wenig verĂ€nderten 84,8 Punkten gerechnet. Die rund 9.000 vom Ifo-Institut befragten Unternehmen blicken in Summe allerdings noch pessimistischer auf die Zukunft: Der Indexwert fĂŒr die Erwartungen an die kĂŒnftigen GeschĂ€fte sank weiter.

Die aktuelle GeschÀftslage wurde hingegen im Januar besser eingeschÀtzt. Hier stieg der entsprechende Unterindikator um 1,0 Punkte auf 86,1 Punkte und damit deutlich stÀrker als Analysten erwartet hatten.

"Der Anstieg war primĂ€r das Ergebnis einer gĂŒnstigeren Bewertung der gegenwĂ€rtigen Situation", kommentierte Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest denn auch die Gesamtdaten. Die Ifo-Umfrage zeigte deutliche Unterschiede in den einzelnen Bereichen der deutschen Wirtschaft. In den Industriebetrieben verschlechterte sich die Stimmung demnach wegen einer wachsenden Skepsis der Unternehmen mit Blick auf die kĂŒnftigen GeschĂ€fte abermals. Dagegen verbesserte sich die Stimmung in den Unternehmen im Bereich Dienstleistungen zu Beginn des Jahres.

"Die deutsche Wirtschaft bleibt pessimistisch", fasst Ifo-Chef Fuest das Ergebnis der Umfrage zusammen. Nach EinschÀtzung von Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, ist weiter keine Spur von Aufbruchstimmung in der deutschen Wirtschaft zu erkennen. "Nach diesen Zahlen bleibt die deutsche Wirtschaft auch in der ersten JahreshÀlfte in der Stagnation", kommentierte Kater.

Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, bleibt pessimistisch gestimmt: "Deutschland wird im internationalen Vergleich vorerst im Hintertreffen bleiben." Seine EinschÀtzung nach funktioniere das deutsche Exportmodell nicht. "Vor allem auch, weil mit den schleppenden Verkaufszahlen deutscher Automobilhersteller in China ein wichtiger Pfeiler ins Wanken geriet", sagte Gitzel.

@ dpa.de