Stimmung in deutscher Wirtschaft eingetrĂŒbt
18.12.2023 - 10:09:30Der neue Wert liegt unter den Prognosen vieler Experten, die mit einer weiteren Zunahme gerechnet hatten. Im Verarbeitenden Gewerbe sank der GeschĂ€ftsklimaindex merklich: Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle GeschĂ€ftslage deutlich schlechter, auch bei den Erwartungen nahm der Pessimismus wieder zu. Insbesondere energieintensive Branchen tun sich schwer, der Auftragsbestand ist insgesamt weiter rĂŒcklĂ€ufig. Im Dienstleistungssektor hat sich das GeschĂ€ftsklima unterdessen leicht verbessert: Die Dienstleister zeigten sich zufriedener mit den laufenden GeschĂ€ften, zudem berichteten sie von weniger Skepsis bei den Aussichten fĂŒr das kommende Halbjahr. In der Gastronomie hat sich die GeschĂ€ftslage verbessert, die Erwartungen sind jedoch abgestĂŒrzt. Im Handel erlitt das GeschĂ€ftsklima einen RĂŒckschlag: Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage merklich schlechter, auch ihre Erwartungen trĂŒbten sich ein - das WeihnachtsgeschĂ€ft im Einzelhandel verlĂ€uft enttĂ€uschend. Im Bauhauptgewerbe fiel der GeschĂ€ftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit September 2005. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter, zudem geht etwa jedes zweite Unternehmen von einer weiteren EintrĂŒbung der GeschĂ€fte in den kommenden Monaten aus. Der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex gilt als wichtiger FrĂŒhindikator fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er basiert auf circa 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels sowie des Bauhauptgewerbes. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwĂ€rtige GeschĂ€ftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen fĂŒr die nĂ€chsten sechs Monate mitzuteilen.


