Kiew, Trumps

Kiew rechnet bald mit Trumps Gesandtem Kellogg

07.02.2025 - 14:26:05

Die Ukraine richtet sich laut dem Chef der PrÀsidialkanzlei, Andrij Jermak, auf einen baldigen Besuch von Donald Trumps Sondergesandtem Keith Kellogg ein.

Als möglicher Termin wird in ukrainischen Medien der 20. Februar genannt, auch wenn eine offizielle BestÀtigung noch aussteht.

Er habe mit Kellogg ĂŒber den Besuch gesprochen, schrieb Jermak im sozialen Netzwerk X. "FĂŒr PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj und unser Team ist es sehr wichtig, dass die neue US-Regierung so bald wie möglich umfassende und realistische Informationen ĂŒber die Lage auf dem Schlachtfeld erhĂ€lt", teilte er auf seinem Telegramkanal mit.

Ukraine will keine GesprĂ€che ĂŒber ihren Kopf hinweg

Die Ukraine wolle zeigen, wie die Mobilisierung verlaufe und wie es um die Lieferung von Waffen und AusrĂŒstung bestellt sei. Es gehe um eine gemeinsame Position mit den Partnern, "denn ohne die Ukraine kann man keine PlĂ€ne fĂŒr den Frieden formulieren", sagte der Stabschef.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich bei seiner RĂŒckkehr ins Weiße Haus das Ziel gesetzt, den bald drei Jahre dauernden russischen Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Der als Sondergesandter eingesetzte Ex-General Kellogg hofft auf Fortschritte binnen 100 Tagen. Unklar ist jedoch, wie genau die US-Regierung vorgehen will. Kellogg dementierte Berichte, er werde auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz vom 14. bis 16. Februar einen US-Friedensplan vorstellen. Trump werde seine Vorstellungen selbst öffentlich machen, sagte er.

Als wahrscheinlich gilt, dass Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin bald telefonieren werden. Danach wird ein Treffen nicht ausgeschlossen. In Moskau rechnete der Außenpolitiker Leonid Sluzki schon fĂŒr Februar oder MĂ€rz mit einem Treffen. Er sprach von Vorbereitungen in einem "fortgeschrittenen Stadium". Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag zurĂŒckhaltender, man werde darĂŒber informieren, sobald es substanzielle Informationen gebe.

Trumps Sondergesandter fĂŒr hĂ€rtete Sanktionen gegen Russland

Kellogg empfing in Washington die ukrainische Botschafterin Oxana Markarowa, wie diese auf Facebook berichtete. Der Ex-General hat in Interviews nach seiner offiziellen Ernennung Ă€hnlich wie Trump mit hĂ€rteren Sanktionen gegen die russische Ölbranche gedroht. Die Strafmaßnahmen seien bisher nicht wirksam genug. Zugleich betonte er, dass fĂŒr ein Ende des Krieges Pragmatismus gefordert sei. Beide Seiten mĂŒssten ZugestĂ€ndnisse machen.

@ dpa.de