Stimmung in Unternehmen der Eurozone bessert sich stÀrker als erwartet
24.07.2025 - 10:39:05 | dpa.deSie signalisiert erneut geringfĂŒgiges Wachstum. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg um 0,4 Punkte auf 51,0 Punkten, wie S&P am Donnerstag in London nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Analysten hatten einen Anstieg auf 50,7 Punkten erwartet. Der Stimmungsindikator steigt damit etwas stĂ€rker ĂŒber die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche AktivitĂ€t hindeutet.
Der Indikator fĂŒr die Stimmung im Dienstleistungssektor verbesserte sich ebenfalls und stieg weiter ĂŒber die Expansionsschwelle. Auch in den Industriebetrieben der Eurozone hellte sich die Stimmung auf, blieb aber knapp unter der Expansionsgrenze.
In Deutschland, der gröĂten Volkswirtschaft der Eurozone, verbesserte sich die Unternehmensstimmung in den Industriebetrieben und im Dienstleistungssektor jeweils. Im Bereich Dienstleistungen stieg der Stimmungsindikator erstmals seit MĂ€rz wieder ĂŒber der Expansionsschwelle, wĂ€hrend der Indikator fĂŒr die Industriestimmung weiter unter der Schwelle lag.
"Ganz allmĂ€hlich scheint die Konjunktur in der Eurozone wieder FuĂ zu fassen", sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Die Industriebetriebe hĂ€tten ihre Produktion weiter steigern können. "Deutschland spielt dabei eine entscheidende Rolle und war zusammen mit anderen LĂ€ndern in der Lage, die SchwĂ€che in Frankreich ĂŒberzukompensieren", sagte de la Rubia.
In Frankreich, der zweitgröĂten Volkswirtschaft der Eurozone, hat sich die Unternehmensstimmung zwar ebenfalls etwas verbessert - das gilt fĂŒr die Industriebetriebe als auch fĂŒr den Bereich Dienstleistungen -, in beiden Bereichen lagen die Stimmungsindikatoren aber jeweils weiter unter der Expansionsschwelle.
Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba) weist darauf hin, dass der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU trotz Meldungen ĂŒber eine bevorstehende Vereinbarung noch immer nicht beigelegt sei. Vor diesem Hintergrund wundere es nicht, dass die Stimmung der Einkaufsmanager nach wie vor verhaltener sei.
Die Entwicklung im Ăberblick:
Region/Index Juli Prognose Vormonat EURORAUM Gesamt 51,0 50,7 50,6 Industrie 49,8 49,8 49,5 Dienste 51,2 50,6 50,5 DEUTSCHLAND Industrie 49,2 49,5 49,0 Dienste 50,1 50,0 49,7 FRANKREICH Industrie 48,4 48,5 48,1 Dienste 49,7 49,6 49,6
(Angaben in Punkten)
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