USA setzen umfangreiche Sanktionen gegen Venezuela wieder in Kraft
30.01.2024 - 17:48:58Die Verhaftung von Vertretern der Opposition und der Ausschluss von Kandidaten von den diesjĂ€hrigen PrĂ€sidentschaftswahlen stĂŒnden im Widerspruch zu den Vereinbarungen, welche die Maduro-Regierung im vergangenen Oktober in Barbados unterzeichnet habe, teilte das US-AuĂenministerium am Dienstag mit.
Bei den Verhandlungen im Karibikstaat Barbados hatten sich Maduro und Teile der Opposition unter anderem auf eine PrĂ€sidentenwahl im zweiten Halbjahr 2024 verstĂ€ndigt, fĂŒr die beide Lager frei ihre Kandidaten bestimmen dĂŒrfen. Die USA hatten die Sanktionen "zur UnterstĂŒtzung des Abkommens" damals gelockert, die Erleichterungen fĂŒr den venezolanischen Ăl- und Gassektor aber auf sechs Monate bis Mitte April befristet. Das Ministerium teilte nun mit, diese nicht zu verlĂ€ngern. Auch Erleichterungen fĂŒr das staatliche Goldunternehmen Minerven wĂŒrden wieder zurĂŒckgenommen, hieĂ es.
Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-BĂŒrgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind GeschĂ€fte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt. Diese hĂ€tten nun noch 14 Tage Zeit, um Transaktionen abzuwickeln, teilte das Ministerium mit.
Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen Krise. Maduro geht hart gegen Regierungsgegner vor und hat mehreren fĂŒhrenden Oppositionellen die politische BetĂ€tigung untersagen lassen. Wirtschaftlich leidet das einst reiche Land unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen. Mehr als sieben Millionen Menschen haben Venezuela nach UN-Angaben in den vergangenen Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen./trö/DP/jha

