US-Regierung, Krieg

US-Regierung: Wollen keinen Krieg mit dem Iran

29.01.2024 - 21:41:39

Die US-Regierung hat nach dem tödlichen Angriff proiranischer Milizen auf US-MilitÀr in Jordanien deutlich gemacht, keine Eskalation mit dem Iran zu suchen.

"Wir sind nicht auf einen Krieg mit dem Iran aus. Wir suchen nicht den Konflikt mit dem Regime auf militĂ€rische Weise", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Montag in Washington. Man wolle keinen weiteren Krieg und keine Eskalation. "Aber wir werden das tun, was erforderlich ist, um uns zu schĂŒtzen, um diese Mission fortzusetzen und um angemessen auf diese Angriffe zu reagieren."

Am Sonntag waren bei einem Drohnenangriff proiranischer Milizen in Jordanien in der NĂ€he der syrischen Grenze drei US-Soldaten getötet worden. Nach Pentagon-Angaben vom Montag wurden dabei mehr als 40 weitere verletzt. US-PrĂ€sident Joe Biden machte "radikale, vom Iran unterstĂŒtzten militanten Gruppen" fĂŒr den Angriff verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Proiranische Milizen im Irak bekannten sich zu der Attacke und erklĂ€rten, sie hĂ€tten vier US-MilitĂ€rbasen angegriffen, davon drei in Syrien am Sonntagmorgen. Der Nordosten Jordaniens grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak.

"Wir wissen, dass der Iran dahintersteckt", sagte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh. Der Iran trage die Verantwortung, weil er diese Gruppen finanziere, die im Irak und in Syrien operierten und Angriffe auf US-Soldaten verĂŒbten. Biden war nach Angaben des Weißen Hauses sowohl am Sonntag als auch am Montag mit seinem Krisenstab im Situation Room, dem Einsatzzentrum im WestflĂŒgel des Weißen Hauses, zusammengekommen. Gefragt nach einem möglichen Vergeltungsschlag sagte Kirby: Die USA wĂŒrden sich nach ihrem eigenen Zeitplan richten und auf eine Art und Weise vorgehen, wie sie der PrĂ€sident als Oberbefehlshaber fĂŒr richtig halte.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas im vergangenen Oktober haben proiranische Milizen fast tĂ€glich Angriffe auf US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte im Irak und in Syrien verĂŒbt. Die US-Regierung hat darauf mit LuftschlĂ€gen in beiden LĂ€ndern reagiert. Außerdem greifen die jemenitischen Huthi - aus SolidaritĂ€t mit der Hamas - immer wieder Frachter im Roten Meer an. Als Reaktion darauf hatten die USA und Großbritannien mit der UnterstĂŒtzung VerbĂŒndeter MilitĂ€rschlĂ€ge gegen die vom Iran unterstĂŒtzte Miliz im Jemen ausgefĂŒhrt.

Kirby betonte, dass die US-Soldaten in der Region eine Mission durchfĂŒhrten, die darauf abziele, Partner im Kampf gegen den Islamischer Staat (IS) zu unterstĂŒtzen. Die Mission gebe es schon lange und sie habe nichts mit Israel zu tun./trö/DP/mis

@ dpa.de