ROUNDUP, US-Wirtschaft

US-Wirtschaft wÀchst im Herbst stÀrker als erwartet

25.01.2024 - 15:38:50

Die US-Wirtschaft ist im Herbst stÀrker gewachsen als erwartet.

Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 3,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem auf das Jahr hochgerechneten Zuwachs um 2,0 Prozent gerechnet. Das Wachstum folgt auf ein krÀftiges Plus von 4,9 Prozent im Sommerquartal.

Der Anstieg stand den Daten zufolge auf breiter Basis. Es wurde getragen von den Konsumausgaben der privaten Haushalte, den Exporten, den Staatsausgaben und den Unternehmensinvestitionen. Auch die Lagerhaltung der Unternehmen trug positiv zur Entwicklung bei, es wurde also mehr auf Halde produziert.

Bankvolkswirte zeigten sich positiv ĂŒberrascht von den Zahlen. "Anzeichen fĂŒr ein Abrutschen in eine Rezession liefern die Daten nicht", kommentierten Christoph Balz und Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. Vielmehr erhöhe sich das Risiko, dass der Inflationsdruck wieder zunehme. In den vergangenen Monaten war die hohe Teuerung im Trend rĂŒcklĂ€ufig gewesen.

Die US-Zentralbank Fed dĂŒrfte es angesichts des robusten Wachstums mit Zinssenkungen nicht allzu eilig haben. "Wir halten weiterhin die Marktspekulationen auf einen ersten Schritt bereits im MĂ€rz fĂŒr ungerechtfertigt", sagte Ökonom Dirk Chlench von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. An den Börsen werden fĂŒr dieses Jahr bis zu sechs Zinssenkungen erwartet. Fachleute und Notenbanker sehen die Erwartungen meist als ĂŒbertrieben an.

US-Wachstumszahlen werden annualisiert, also auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen wĂŒrde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Vorgehensweise verzichtet, weshalb die Wachstumszahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Um auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, mĂŒsste man die US-Rate durch vier teilen.

@ dpa.de