ROUNDUP, US-Wirtschaft

US-Wirtschaft wÀchst im Sommer stÀrker als gedacht

29.11.2023 - 15:13:00

Die US-Wirtschaft ist im Sommer etwas stÀrker gewachsen als bisher bekannt.

Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 5,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Eine erste SchÀtzung wurde um 0,3 Prozentpunkte angehoben. Analysten hatten im Schnitt eine Wachstumsrate von 5,0 Prozent erwartet.

Das stĂ€rkere Wachstum geht laut Ministerium auf krĂ€ftigere Investitionen der Unternehmen und höhere Staatsausgaben zurĂŒck. Dagegen entwickelten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte etwas schwĂ€cher als bisher bekannt. Der Außenhandel trug dagegen etwas mehr zum Wachstum bei, da die Einfuhren etwas niedriger ausfielen als gedacht. Die Importe belasten das inlĂ€ndische Wachstum rechnerisch, weil die eingefĂŒhrten GĂŒter im Ausland produziert werden.

GegenĂŒber dem zweiten Quartal, als die Wirtschaft um lediglich 2,1 Prozent wuchs, zog die Wirtschaft deutlich an. Ein zu starkes Wachstum ist allerdings nicht im Interesse der US-Zentralbank Fed, die mit ihren Zinsanhebungen versucht, Inflation und Konjunktur etwas herunterzukĂŒhlen. Die Fed verweist allerdings auch auf Verzögerungen, mit der ihre Geldpolitik wirkt. FĂŒr das kommende Jahr rechnen Fachleute ĂŒberwiegend mit einer wirtschaftlichen AbkĂŒhlung, die von ersten Zinssenkungen der Fed begleitet werden könnte.

US-Wachstumszahlen werden annualisiert, also auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen wĂŒrde, wenn das aktuelle Tempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Vorgehensweise verzichtet, weshalb die Wachstumszahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Um auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, mĂŒsste man die US-Rate durch vier teilen.

@ dpa.de