Bericht: Doch keine US-Sanktionen gegen israelische MilitÀreinheiten
26.04.2024 - 16:38:07Die Regierung unter PrÀsident Joe Biden habe zwar festgestellt, dass drei MilitÀrbataillone der israelischen Armee "schwere Menschenrechtsverletzungen" gegen palÀstinensische Zivilisten im Westjordanland begangen hÀtten, berichtete der US-Sender ABC News am Freitag.
Dennoch wĂŒrden diese VerbĂ€nde nicht von US-MilitĂ€rhilfe ausgeschlossen. Denn Israel habe MaĂnahmen zugesagt, derartige MissstĂ€nde zu beheben, berichtete der Sender unter Berufung auf ein Schreiben von US-AuĂenminister Antony Blinken an den Sprecher des ReprĂ€sentantenhauses Mike Johnson. Das Schreiben liege dem TV-Sender vor. Eine offizielle BestĂ€tigung gab es zunĂ€chst nicht. Sollte sich das Verhalten bestimmter MilitĂ€reinheiten jedoch nicht bessern, könne es doch noch Sanktionen geben, berichtete ABC News weiter.
FrĂŒheren Berichten zufolge ging es vor allem um ein weitgehend ultraorthodoxes Bataillon, dem Menschenrechtsverletzungen im israelisch besetzten Westjordanland vorgeworfen wurde. Es gehe um Taten vor Beginn des aktuellen Gazakriegs am 7. Oktober. ABC News berichtete, insgesamt seien fĂŒnf Einheiten - drei militĂ€rische und zwei zivile - wegen Menschenrechtsverletzungen ĂŒberprĂŒft worden.
Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte die Absicht, Sanktionen zu erlassen, als "Gipfel der AbsurditÀt" und "moralischen Tiefpunkt" bezeichnet. Auch Verteidigungsminister Joav Galant hatte die US-Regierung aufgerufen, keine Sanktionen gegen das Netzah Yehuda Bataillon zu verhÀngen. Das Bataillon wurde mit Rechtsextremismus und Gewalt gegen PalÀstinenser in Verbindung gebracht. Israel zog die Einheit demnach im Dezember 2022 aus dem Westjordanland ab und setzte sie seitdem hauptsÀchlich im Norden des Landes ein.

