Verschiffung, Rohöls

Verschiffung russischen Rohöls: USA verhÀngen neue Sanktionen

18.01.2024 - 17:32:11

Die USA verhĂ€ngen neue Sanktionen gegen eine in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansĂ€ssige Reederei, weil diese sich nicht an den Preisdeckel fĂŒr russisches Rohöl gehalten haben soll.

Die Reederei sei im Besitz von 18 Tankern und Frachtern, auf denen russisches Rohöl und Erdölprodukte transportiert wĂŒrden, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit. "Niemand sollte an der Entschlossenheit unserer Koalition zweifeln, diejenigen zu stoppen, die dem Kreml helfen", sagte der stellvertretende US-Finanzminister Wally Adeyemo.

Als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hatten die EU und ihre G7-Partner einen Ölpreisdeckel beschlossen. Ziel war es, Russlands Kriegskasse auszutrocknen und die Energiepreise zu stabilisieren. Der Deckel soll Moskau eigentlich dazu zwingen, Öl fĂŒr höchstens 60 US-Dollar (55 Euro) pro Barrel (159 Liter) zu verkaufen, also unter dem Weltmarktpreis. Experten zufolge hapert es aber bei der Umsetzung der Maßnahme - auch, weil Russland verstĂ€rkt auf eine sogenannte Schattenflotte setzt, also auf Schiffe, die nicht in der Hand westlicher Reedereien sind oder auf westliche Versicherungen angewiesen sind.

Die nun sanktionierte Reederei wurde nach Angaben des US-Finanzministeriums Ende 2022 gegrĂŒndet und kaufte kurz vor Inkrafttreten des Ölpreisdeckels Ă€ltere Tanker auf. Seitdem hĂ€tten diese wiederholt russische HĂ€fen angesteuert. US-BĂŒrgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind GeschĂ€fte mit sanktionierten Firmen und Personen untersagt. Sanktionen erschweren den betroffenen Firmen auch internationale GeschĂ€fte jenseits der USA.

@ dpa.de