UN-NothilfebĂŒro, OCHA schraubt

UN-NothilfebĂŒro OCHA schraubt mangels Spenden HilfsplĂ€ne zurĂŒck

11.12.2023 - 06:30:40

Die Vereinten Nationen brauchen fĂŒr humanitĂ€re EinsĂ€tze im kommenden Jahr 46,4 Milliarden Dollar (rund 43 Mrd.

Euro). Damit soll fast 181 Millionen Menschen in 72 LĂ€ndern geholfen werden, wie das UN-NothilfebĂŒro OCHA am Montag berichtete.

Trotz Kriegen, Konflikten und Klimakatastrophen, verbunden mit Hunger, Armut, KrankheitsausbrĂŒchen und Vertreibungen hat das BĂŒro aus dem schlechten Spendenaufkommen dieses Jahres Konsequenzen gezogen. Von den eigentlich fĂŒr 2023 benötigten 56,7 Milliarden Dollar sei nur ein gutes Drittel zusammengekommen, sagte OCHA-Chef Martin Griffiths in Genf. Deshalb werde nun fĂŒr 2024 nicht mehr Hilfe fĂŒr 245 Millionen Menschen, sondern nur noch fĂŒr 181 Millionen Menschen anvisiert. "Wenn wir 2024 nicht mehr Hilfe zur VerfĂŒgung stellen, werden Menschen dafĂŒr mit dem Leben bezahlen", sagte er.

Wegen des schwachen Spendenaufkommens hĂ€tten in Afghanistan in diesem Jahr zehn Millionen Menschen zwischen Mai und November keine Nahrungsmittelhilfe bekommen. In Myanmar hĂ€tten anders als geplant keine besseren UnterkĂŒnfte fĂŒr eine halbe Million Vertriebene gebaut werden können. Im Jemen hĂ€tten 80 Prozent der BedĂŒrftigen, denen Hilfe in Aussicht gestellt war, weder Wasser noch Toiletten bekommen.

Die grĂ¶ĂŸten Hilfsprogramme sind im kommenden Jahr vorgesehen fĂŒr Syrien (4,4 Mrd. Dollar), die Ukraine (3,1 Mrd. Dollar), Afghanistan (3 Mrd. Dollar), Äthiopien (2,9 Mrd. Dollar) und den Jemen (2,8 Mrd. Dollar). DarĂŒber hinaus gibt es geplante lĂ€nderĂŒbergreifende Hilfsprogramme, die unter anderem auch Venezuela, den Sudan, SĂŒdsudan, Syrien und viele NachbarlĂ€nder einschließen.

@ dpa.de