Milliarden-Investitionen im Fokus der Verkehrsminister
09.10.2024 - 05:49:03Beherrschendes Thema des Treffens werden die notwendigen Investitionen in die vielerorts marode Verkehrsinfrastruktur sein. Die LĂ€nder machen Druck auf den Bund, dafĂŒr ein milliardenschweres Sondervermögen aufzulegen. Einen entsprechenden Vorschlag fĂŒr einen Infrastrukturfonds hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ins Spiel gebracht.
EingestĂŒrzte BrĂŒcke in Dresden weiteres Warnsignal
Auf dem Tisch der Verkehrsministerkonferenz (VMK) liegt ein Beschlussvorschlag des aktuellen Vorsitzlandes Nordrhein-Westfalen. Danach soll der Investitionsfonds fĂŒr die Verkehrsinfrastruktur ĂŒber ein entsprechendes Gesetz mit Zustimmung des Bundesrates aufgelegt werden. Nach dem Einsturz der CarolabrĂŒcke in Dresden könne es kein "Weiter so" geben, hatte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (GrĂŒne) als aktueller VMK-Vorsitzender gesagt.
LĂ€nder warnen vor negativen Folgen der Schienenmaut
Weiteres Thema der Konferenz ist die ab 2026 geplante drastische Erhöhung der NutzungsgebĂŒhren fĂŒr Bahnschienen. Dagegen regt sich Protest der LĂ€nder, die vor einer SchwĂ€chung des Nahverkehrs warnen. FĂŒr die einzelnen LĂ€nder wĂŒrde die geplante Erhöhung der sogenannten Trassenpreise von mehr als 20 Prozent ab 2026 eine Zusatzbelastung im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich bedeuten. Auf FahrgĂ€ste könnten höhere Preise und weniger Angebot zukommen.
Demos vor dem KonferenzgebÀude
Auf der Tagesordnung steht auch die weitere Debatte ĂŒber das Deutschlandticket. Die Verkehrsminister hatten Ende September in einer Sonderkonferenz entschieden, dass das derzeit 49 Euro teure Deutschlandticket ab 2025 neun Euro teurer wird und 58 Euro pro Monat kosten soll. FĂŒr wie lange, ist aber offen. Gegen die Preiserhöhung sind vor dem KonferenzgebĂ€ude Demonstrationen unter anderem von Fridays for Future geplant.
Weitere Themen sind etwa die Sicherheit und AttraktivitĂ€t des FuĂverkehrs, die Neustrukturierung der FahrerlaubnisprĂŒfung, Binnenschifffahrt und MotorradlĂ€rm. Bundesverkehrsminister Wissing wird nach Angaben des Vorsitzlandes NRW nicht an der Konferenz teilnehmen.

