Arbeitszeit-Debatte: DGB wirft Merz unverschÀmte ErzÀhlung vor
20.05.2025 - 00:00:00
"Die Behauptung, in Deutschland werde zu wenig gearbeitet, ist eine unverschÀmte ErzÀhlung, die BeschÀftigte zu Unrecht an den Pranger stellt", sagte Fahimi dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Es sei "brandgefÀhrlich", den Arbeitnehmern die Schuld an der Wachstumskrise zuzuschieben, so Fahimi weiter. "Ich fordere die Bundesregierung auf, dieser Darstellung entschieden entgegenzutreten."
Kritik Ă€uĂerte die Gewerkschaftschefin auch an einer am Wochenende öffentlich gewordenen Vergleichsrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Zahlen der OECD. "Die Debatte zur Arbeitszeit ist komplett verzerrt: Der OECD-Vergleich vermengt Daten zu Vollzeit- und Teilzeitarbeit", sagte Fahmi dem RND. "Das ist Ăpfel mit Birnen vergleichen, die Statistik ist daher relativ wertlos. Deutschland hat eine der höchsten Teilzeitquoten in Europa - das ist der entscheidende Faktor", sagte sie.
Und weiter: "Richtig ist: VollzeitbeschĂ€ftigte in Deutschland arbeiten mehr als 40 Stunden pro Woche - das entspricht dem EU-Durchschnitt." Merz hatte bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates in der vergangenen Woche gesagt: "Wir mĂŒssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten. Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können."


