Energieagentur rechnet weltweit mit Rekordnachfrage nach Kohle
18.12.2024 - 07:15:03Sie legt demnach um ein Prozent auf 8,77 Milliarden Tonnen zu, wie die IEA in Paris mitteilte. Nach einem Anstieg um mehr als 1,2 Milliarden Tonnen seit 2020 wird die weltweite Kohlenachfrage nach EinschÀtzung der Experten in den nÀchsten drei Jahren ein Plateau erreichen und 2027 bei etwa 8,87 Milliarden Tonnen liegen.
Bei der Entwicklung der Kohlenachfrage gibt es der Energieagentur zufolge weiterhin groĂe Unterschiede zwischen Industrie- und SchwellenlĂ€ndern. WĂ€hrend die Nachfrage in der EU in diesem Jahr um zwölf Prozent und in den USA um fĂŒnf Prozent sinkt, legt sie in China um ein Prozent und in Indien um fĂŒnf Prozent zu.
Kohleverstromung in China beeinflusst Nachfrage
Der ElektrizitĂ€tssektor in China sei fĂŒr die globalen KohlemĂ€rkte besonders wichtig, da eine von drei weltweit verbrauchten Tonnen Kohle in einem Kraftwerk des Landes verbrannt werde, erklĂ€rte die IEA. Der Bau von Kernkraftwerken und der Ausbau erneuerbarer Energien in China dĂŒrfte aber dazu beitragen, den Anstieg des Kohleverbrauchs bis 2027 zu begrenzen.
In diesem Zeitraum sei angesichts der aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Markttrends nicht mit einem RĂŒckgang der Kohlendioxidemissionen aus der Kohlenutzung zu rechnen, zumal es nur langsamen Fortschritt bei der Kohlenstoffspeicherung gebe, teilte die IEA mit.
Ungleiche Entwicklung in Industrie- und SchwellenlÀndern
WĂ€hrend die Kohlenachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter schrumpfe, werde dieser RĂŒckgang voraussichtlich durch das Wachstum in einigen Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern wie Indien, Indonesien und Vietnam ausgeglichen. Auswirkungen auf den tatsĂ€chlichen Verbrauch von Kohle in den nĂ€chsten Jahren habe auch das Wetter, insbesondere in China, sowie das Tempo, in dem die Nachfrage nach ElektrizitĂ€t steige.

