IAEA-Chef, Atom-Inspektionen

IAEA-Chef: Neue Atom-Inspektionen im Iran Top-PrioritÀt

25.06.2025 - 12:45:52

Die Wiederaufnahme von Nuklear-Inspektionen im Iran ist nach den Angriffen auf das Atomprogramm ist aus Sicht des obersten UN-AtomwÀchters dringend nötig.

"Das hat oberste PrioritÀt", sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Rande einer Sicherheits-Krisensitzung mit der österreichischen Regierung in Wien. Er rÀumte jedoch ein, dass die Untersuchung von kriegsbeschÀdigten Anlagen schwierig sei.

Zuvor hatte das Parlament in Teheran beschlossen, dass die Zusammenarbeit mit der IAEA in Wien vorĂŒbergehend ausgesetzt werden soll, wie der Staatssender IRIB berichtete. Doch dafĂŒr mĂŒssten noch zwei wichtige Gremien zustimmen: der iranische Sicherheitsrat und der WĂ€chterrat. Grossi Ă€ußerte sich nicht explizit zu diesem möglichen Schritt.

Noch einige Inspektoren der IAEA im Iran

Einige IAEA-Inspektoren waren trotz der Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten im Iran geblieben, konnten aber die Atomanlagen nicht besuchen. Die Wiederaufnahme der Inspektionen wĂ€re nicht einfach, sagte Grossi zu Journalisten. "Es gibt Schutt, es könnte BlindgĂ€nger geben", sagte er. Außerdem bestehe ein geringes Strahlenrisiko. Die IAEA ist vor allem daran interessiert, den Verbleib von beinahe waffenfĂ€higem Uran im Iran zu verifizieren.

Grossi kĂŒndigte GesprĂ€che mit europĂ€ischen Spitzenpolitikern zu der Frage von IAEA-Inspektionen an. Nach seiner Sitzung mit der österreichischen Regierung brach er nach Frankreich zu einem GesprĂ€ch mit PrĂ€sident Emmanuel Macron auf. Mit dem Iran will Grossi möglichst bald ĂŒber die ModalitĂ€ten möglicher Inspektionen verhandeln.

@ dpa.de