EU-Kommission senkt Konjunkturprognose erneut
15.02.2024 - 11:32:43Die Behörde rechnet 2024 mit einem Wachstum von 0,9 Prozent, wie aus einer am Donnerstag in BrĂŒssel veröffentlichten SchĂ€tzung hervorgeht. Damit senkt sie ihre Prognose zum dritten Mal in Folge. Im Herbst ging die Kommission noch mit einem Wachstum in der EU von 1,3 Prozent aus. FĂŒr die Eurozone prognostiziert die Behörde nun fĂŒr das laufende Jahr ein Wachstum von 0,8 Prozent (Herbst: 1,2 Prozent).
"Nach einem schwierigen Jahr 2023 hat sich die europĂ€ische Wirtschaft etwas schwĂ€cher entwickelt als erwartet", sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Die Erholung dĂŒrfte sich aber im Laufe des Jahres und bis 2025 allmĂ€hlich beschleunigen. Die Inflation gehe weiter zurĂŒck, ReallohnzuwĂ€chse in Verbindung mit einem widerstandsfĂ€higen Arbeitsmarkt dĂŒrften die Nachfrage der Verbraucher stĂŒtzen, so Dombrovskis. "Das globale Umfeld ist jedoch nach wie vor sehr unsicher. Wir verfolgen aufmerksam die geopolitischen Spannungen, die sich negativ auf Wachstum und Inflation auswirken könnten."
Auch fĂŒr Deutschland schraubte die EU-Kommission ihre Konjunkturprognose herunter: In der Bundesrepublik wird die Wirtschaft der SchĂ€tzung zufolge in diesem Jahr um 0,3 Prozent wachsen. Im November hatte die Behörde fĂŒr die gröĂte Volkswirtschaft der EU fĂŒr 2024 noch ein Wachstum von 0,8 Prozent vorausgesagt. Damit schaut die EU-Kommission dennoch ein kleines bisschen optimistischer auf Deutschland als die Bundesregierung: Diese geht fĂŒr 2024 nur noch von einem Wachstum von 0,2 Prozent aus, wie am Mittwoch bekannt wurde.
FĂŒr 2025 wird fĂŒr die Staatengemeinschaft in der SchĂ€tzung ein Wachstum von 1,7 Prozent vorausgesagt, 1,5 Prozent fĂŒr die Euro-LĂ€nder. FĂŒr Deutschland geht die Kommission fĂŒr das kommende Jahr weiterhin von einem Plus von 1,2 Prozent aus.
Die jÀhrliche Inflation in der Eurozone wird sich der KommissionsschÀtzung zufolge schneller abschwÀchen als im Herbst erwartet - in der Eurozone von 5,4 Prozent 2023 auf 2,7 Prozent in diesem und 2,2 Prozent im kommenden Jahr.

