Wirtschaftspolitiker der Union fordern mehr Geld fĂŒr HĂ€fen
14.10.2024 - 09:39:01Das geht aus einem Positionspapier hervor, das auf einer Tagung der Unionsvertreter in Hamburg beschlossen wurde.
"Bis auf Weiteres soll der Bund 500 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen, um der nationalen Bedeutung der Hafeninfrastruktur der SeehĂ€fen gerecht zu werden, den hohen Investitionsstau in den HĂ€fen abzubauen und neue GroĂinvestitionen stemmen zu können", heiĂt es darin. Der Bund solle eine aktivere Rolle in der Hafenpolitik ĂŒbernehmen.
Die Mittel könnten eingesetzt werden fĂŒr den Neubau der KöhlbrandbrĂŒcke in Hamburg und den sogenannten Energyport in Bremerhaven, heiĂt es unter anderem in der "Hamburger ErklĂ€rung". Die SeehĂ€fen in Kiel, LĂŒbeck und Wilhelmshaven könnten mit dem Geld unterstĂŒtzt und die SeehĂ€fen in Mecklenburg-Vorpommern ausgebaut werden.
Dass die KĂŒstenlĂ€nder und die Hafenwirtschaft unzufrieden mit der UnterstĂŒtzung aus Berlin sind, ist schon lĂ€nger bekannt. Sie verlangen mehr Geld. Der Bund zahlt den LĂ€ndern gegenwĂ€rtig jĂ€hrlich rund 38,3 Millionen Euro fĂŒr Investitionen in SeehĂ€fen. Das ist gesetzlich geregelt. Schon im MĂ€rz 2023 hatten die CDU-Fraktionen der NordlĂ€nder gefordert, dass der Bund jĂ€hrlich 500 Millionen Euro zahlen solle.
Die wirtschaftspolitischen Sprecher der Union tagen zweimal im Jahr. Den Angaben nach waren in Hamburg 13 der 16 BundeslĂ€nder sowie Bundespolitiker vertreten. In dem Positionspapier fordern sie auĂerdem Anreize fĂŒr Fort- und Weiterbildung, eine Förderung von SchlĂŒsseltechnologien, BĂŒrokratieabbau und eine Steuerreform.

