Beantragte, Regelinsolvenzen

Beantragte Regelinsolvenzen erstmals seit zwei Jahren rĂŒcklĂ€ufig

13.06.2025 - 08:17:05

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorlĂ€ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2025 um 0,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat gesunken.

Das war der erste RĂŒckgang dieses FrĂŒhindikators im Vorjahresvergleich seit MĂ€rz 2023 (-3,4 Prozent gegenĂŒber MĂ€rz 2022). Bei den Ergebnissen ist zu berĂŒcksichtigen, dass die AntrĂ€ge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen FĂ€llen annĂ€hernd drei Monate davor. FĂŒr das 1. Quartal 2025 meldeten die Amtsgerichte nach endgĂŒltigen Ergebnissen 5 891 beantragte Unternehmensinsolvenzen.

Das waren 13,1 Prozent mehr als im 1. Quartal 2024. Die Forderungen der GlĂ€ubiger aus den im 1. Quartal 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 19,9 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2024 hatten die Forderungen bei rund 11,3 Milliarden Euro gelegen. Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im 1. Quartal 2025 in Deutschland insgesamt 17,0 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 29,4 FĂ€llen. Danach folgten die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 26,1 FĂ€llen sowie das Baugewerbe mit 25,4 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Im 1. Quartal 2025 gab es 18.573 Verbraucherinsolvenzen. Damit stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 6,3 Prozent gegenĂŒber dem 1. Quartal 2024, so das Bundesamt.

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