AsylantrÀge, Faeser

Weniger AsylantrÀge: Faeser betont Wirkung von Kontrollen

07.08.2024 - 16:13:46

Die Zahl der in Deutschland gestellten AsylantrĂ€ge hat im Juli gegenĂŒber dem Vormonat zugenommen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist allerdings ein RĂŒckgang zu verzeichnen. Wie das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) mitteilte, stellten in diesem Juli bundesweit 18.503 Menschen erstmals einen Asylantrag. Im Juni hatte die Behörde 16.773 AsylerstantrĂ€ge entgegengenommen. Im Juli 2023 hatten mehr als 23.000 Menschen in Deutschland um Schutz ersucht.

Von Anfang Januar bis Ende Juli dieses Jahres haben rund 140.000 AuslÀnder erstmalig einen Asylantrag in Deutschland gestellt, rund 19,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Maßnahmen zur Begrenzung der irregulĂ€ren Migration wirken", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "Wir haben fĂŒr neue Klarheit in der Migrationspolitik gesorgt", fĂŒgte sie hinzu und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die gestiegene Zahl von Abschiebungen. Deutschland schĂŒtze Menschen vor Krieg und Terror. Wer keinen Schutz benötige, mĂŒsse Deutschland aber wieder verlassen.

Befristete stationÀre Kontrollen bis zu den Wintermonaten

Mit den von ihr angeordneten Binnengrenzkontrollen wĂŒrden die Routen der Schleuser durchkreuzt, sagte Faeser. Zugleich gehe es darum, die beschlossene Reform des Gemeinsamen EuropĂ€ischen Asylsystems möglichst schnell umzusetzen. Denn der SchlĂŒssel zu einer langfristigen Begrenzung irregulĂ€rer Migration seien wirksame Kontrollen an den EU-Außengrenzen und eine faire Verteilung von Schutzsuchenden in Europa.

FĂŒr die Landgrenzen zu Tschechien, Polen und der Schweiz hatte Faeser im vergangenen Oktober stationĂ€re Kontrollen angeordnet und bei der EU-Kommission angemeldet. An der Landgrenze zu Österreich gibt es stationĂ€re Kontrollen bereits seit 2015. Diese Kontrollen wurden mehrfach verlĂ€ngert, um irregulĂ€re Migration zu begrenzen und SchleusungskriminalitĂ€t zu bekĂ€mpfen.

Befristet sind sie fĂŒr die Schweiz, Tschechien und Polen derzeit bis zum 15. Dezember, fĂŒr Österreich bis zum 11. November. Aktuell wird zudem im Kontext der Olympischen Spiele in Paris zusĂ€tzlich an der Grenze zu Frankreich kontrolliert.

@ dpa.de